Gemeinsames Pilotprojekt in OÖ unterstützt belastete Kinder und Jugendliche
OÖ. Die Bildungsdirektion und die Kinder- und Jugendhilfe in Oberösterreich haben ein gemeinsames Pilotprojekt für Kinder und Jugendliche gestartet, die wegen komplexer Belastungen vorübergehend nicht oder nur eingeschränkt am regulären Schulunterricht teilnehmen können. LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) und Kinder- und Jugendschutz-Landesrat Martin Winkler (SPÖ) informierten sich bei einem Besuch über die bisherige Arbeit.

Bei den mit dem Pilotprojekt unterstützten jungen Menschen treffen häufig persönliche, familiäre, gesundheitliche und soziale Belastungen zusammen. Dadurch stoßen herkömmliche Formen von Unterricht und Betreuung mitunter an Grenzen. Ohne angepasste Unterstützung drohen diese Kinder und Jugendlichen den Anschluss an Bildung und gesellschaftliche Teilhabe zu verlieren.
Pädagogik und Sozialpädagogik verbunden
Das Pilotprojekt verbindet pädagogische mit sozialpädagogischer Unterstützung. Ein multiprofessionelles Team erarbeitet gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen individuelle Schritte, um sie wieder an Bildungsprozesse heranzuführen.
Dabei sollen eine kontinuierliche Begleitung, stabile Beziehungen sowie die Zusammenarbeit von Schule, Kinder- und Jugendhilfe und weiteren beteiligten Stellen im Mittelpunkt stehen. Nach bisherigen Erfahrungen könne dieser Ansatz neue Zugänge zu Bildung eröffnen und positive Entwicklungen ermöglichen.
Rückkehr in den Bildungsprozess
Bildungs-Landesrätin Christine Haberlander: „Bildung ist die Chance für junge Menschen, sich für ihre Zukunft zu rüsten. Diese Chance muss auch dann offenstehen, wenn das Leben gerade besondere Herausforderungen mit sich bringt. Genau hier setzt dieses Pilotprojekt an: Wir holen Kinder und Jugendliche dort ab, wo sie stehen, geben ihnen Stabilität und schaffen individuelle Wege zurück in den Bildungsprozess.“
Kinderschutz-Landesrat Martin Winkler verweist auf die Verbindung von Kinderschutz und Bildung: „Kinderschutz und Bildung dürfen nicht getrennt voneinander gedacht werden. Gerade bei besonders komplexen Belastungen müssen die Systeme eng zusammenarbeiten. Dieses Pilotprojekt zeigt, wie jungen Menschen mit individueller Begleitung wieder Perspektiven und Teilhabe ermöglicht werden können.“








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