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OÖ/NÖ. Mit einem überarbeiteten Lehrplan, einer digitalen Lehrplattform und neuen Berufsbezeichnungen soll die Baulehre dem Zeitgeist angepasst werden.

Ziegel, Mörtel, Tablet: Diesen Spagat schlägt die neue E-Baulehre. Foto: Weihbold
  1 / 2   Ziegel, Mörtel, Tablet: Diesen Spagat schlägt die neue E-Baulehre. Foto: Weihbold

Seit 2017 arbeitet die Bauinnung an der Modernisierung der Baulehre. „Dass eine Lehrlingsausbildung angepasst wird, ist ein normaler Vorgang. Die Lehrinhalte sind seit zehn Jahren nicht angepasst worden. Im Zuge der Modernisierung wollten wir der Baulehre auch einen neuen Anstrich verpassen“, sagt Norbert Hartl, stellvertretender Bundes- und oberösterreichischer Landesinnungsmeister Bau.

Lehrlinge sind begehrt

Die Lehrlingszahlen gehen zurück, das spürt auch die Baubranche. „Die Modernisierung der Lehre war nötig, um im Wettbewerb um die besten Lehrlinge punkten zu können. Ein Beruf am Bau ist zukunftsweisend und unsere Lehrlinge sind die bestverdienenden“, betont Hartl.

Neue Berufsbezeichnungen

Mit Herbst 2020 legen die ersten Lehrlinge im neuen Ausbildungsprogramm mit den neuen Berufsbezeichnungen los. Statt zu Maurern werden sie jetzt zu Hochbauern ausgebildet. Schalungsbauer heißen jetzt Betonbauer, Tiefbauer bleiben Tiefbauer. In jedem Berufsfeld ist eine Kaderlehre möglich: In einem vierten Lehrjahr werden die Jugendlichen zu Führungskräften ausgebildet.

Lernplattform und Tablet

„Das Lernportal E-Baulehre soll die Jugendlichen dort abholen, wo sie sich in ihrer Freizeit aufhalten: online“, erklärt Hartl die Idee hinter der Plattform. Die Inhalte werden dreifach genutzt: im Unterricht in der Berufsschule, in der Bauakademie und beim Lehrling zu Hause zum Lernen. Im zweiten Lehrjahr bekommen die Lehrlinge ein Tablet kostenlos zur Verfügung gestellt, um die Inhalte zu nutzen.

„Die E-Baulehre umfasst 373 e-learning-Fachthemen, knapp 90 Lehr-Videos mit insgesamt 329 Film­minuten und einen Wissens-Check mit 2.900 Fragen. Österreichs Bauwirtschaft hat hier etwas Einzigartiges geschaffen“, sagt Harald Kopececk, Geschäftsführer der Bauakademie OÖ in Steyregg und Leiter des österreichweiten Projekts.


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