Teach For Austria Woche: Oberösterreichs Wirtschaftselite zurück im Klassenzimmer
LINZ/WELS/STEYR/OÖ. Vom Vorstandsbüro zurück ins Klassenzimmer hieß es für das Topmanagement der oberösterreichischen Wirtschaft. Im Rahmen der Teach For Austria-Woche unterrichteten Führungskräfte namhafter Unternehmen an sozial hoch belasteten Mittel- und Polytechnischen Schulen. Sie motivierten, inspirierten und begeisterten Schüler, die schlechte Startbedingungen hatten.

Wenn der CEO der Greiner AG, Axel Kühner, eine Stunde in Berufsorientierung hält, dann hängen 25 wissbegierige Halbwüchsige an seinen Lippen. Geschichte, Geografie, Digitale Grundbildung, Berufsorientierung: Oberösterreichs Top-Manage stellten sich der ungewohnten Herausforderung und hielten eine Schulstunde vor Kindern und Jugendlichen aus sozioökonomisch hoch belasteten und zum Großteil bildungsfernen Herkunftsfamilien.
Die Themen waren dabei so divers, wie die Klassen, vor denen die Führungskräfte standen: sie begeisterten die Kinder etwa für Nachhaltigkeit in der Produktion, Recycling, Papierherstellung oder Digitalisierung.
Spannende Einblicke in außergewöhnliche Karrieren
In ihren Unterrichtsstunden gaben die Führungskräfte spannende Einblicke in ihre Karrieren und zeigten den Kindern, wie sie durch Selbstbewusstsein, Ausdauer und Engagement ihre Träume verwirklichen können. Sie bestärkten die jungen Leute, an ihre Potenziale und sich selbst zu glauben und vermittelten ihnen die Wichtigkeit einer guten Ausbildung für das weitere Leben. Nicht wenige CEOs gestanden den Kids, dass sie selbst schlechte Noten, oder die Wichtigkeit eines Schulfaches in jungen Jahren nicht verstanden hatten. Gerade diese Offenheit macht die Begegnungen so wertvoll.
Vorbilder gegen frühzeitigen Ausbildungsabbruch
Der sozioökonomische Hintergrund der meisten Kinder an Teach For Austria-Einsatzschulen in Linz, Wels und Steyr ist prekär. Die soziale und berufliche Situation ihrer Eltern ist angespannt. Der Mangel an erfolgreichen Vorbildern lässt diese Kinder früh an ihren eigenen Stärken zweifeln und kann zu vorzeitigem Ausbildungsabbruch führen.
„Den Kindern fehlt es an Selbstvertrauen. Dass Führungspersönlichkeiten zu ihnen in die Klasse kommen, ist ein Zeichen der Wertschätzung und soll vermitteln, dass man mit Ehrgeiz, Mut und Ausdauer große Ziele erreichen kann,“ erklärt Gebhard Ottacher, Geschäftsführer von Teach For Austria.
„Frühzeitiger Ausbildungsabbruch birgt ein hohes Risiko auf Arbeitslosigkeit und geringe gesellschaftliche Teilhabe. Es sollte daher in unser aller Interesse sein, dass möglichst viele Jugendliche ihre Ausbildung über die Pflichtschulzeit hinaus fortsetzen und so eine Perspektive auf ein gutes Leben haben“, appelliert Ottacher an die Gesellschaft.
Erfolgreiche Führungskräfte im Einsatz für Kinder
Der Herausforderung, gemeinsam mit Fellows eine Unterrichtsstunde vorzubereiten und zu halten, stellten sich in Oberösterreich die Teach For Austria-Goldpartner Therese Niss (Miba), Axel Kühner (Greiner AG), Thomas Welt (heinzel paper - Laakirchen Papier AG), ebenso wie der Teach For Austria-Silberpartner Christof Pöltner (Lenzing). Weiters im Einsatz in Oberösterreich: Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß (Fronius), Joachim Heindl-Grutsch (Industriellenvereinigung OÖ), Peter Augendopler sen. (backaldrin), Christian Szinicz (Future Wings Stiftung), Maximilian Pointner (Sparkasse OÖ) sowie Florian Teufelberger (Teufelberger AG), Manfred Hackl (Erema) und Armin Rau (Trumpf Maschinen).


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