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SALZKAMMERGUT. Die Sommerferien sind zur Hälfte vorbei und während sich die Gastronomie allmählich erholt, haben andere nach wie vor mit den Corona-Auswirkungen zu kämpfen.

Mama Michaela und Töchterchen Melissa taugts im Solarbad Altmünster. Foto: Klemens Fellner
Mama Michaela und Töchterchen Melissa taugts im Solarbad Altmünster. Foto: Klemens Fellner

Dieser Corona-Sommer hat es in sich. Mit Masken verdeckte Gesichter, Besucher- und Abstandsbeschränkungen wohin man blickt. Auch im Salzkammergut spürt man die Auswirkungen der Covid19-Pandemie, dennoch sind die Touristiker gar nicht so unzufrieden. Die Buchungslage betont man in allen acht Destinationen als sehr gut und die Anfragen reißen auch für den Herbst nicht ab. „Wir freuen uns sehr unsere Urlauber, darunter die vielen treuen Stammgäste, aber auch beachtlich viele neue Gesichter für eine Sommerfrische zwischen unseren herrlichen Seen und Bergen begeistern zu können“, sagt Pamela Binder, Geschäftsführerin vom Tourismusverband im Ausseerland.

Stammgäste halten Treue

In Bad Ischl freut man sich über viele Stammgäste. Ein Aufenthalt in der Kaiserstadt wird von Vielen zwar erst kurzfristig gebucht, Stornierungen gibt es dafür aber wenige. Die Bilanz ist zufriedenstellend und auch die angebotenen Kulturmaßnahmen nach Absage der großen Klassiker wie etwa dem Lehár-Festival werden von den Gästen brav besucht. „Ich möchte mich ausdrücklich bedanken bei unseren Stammgästen aus Österreich, die „ihrer Kaiserstadt“ die Treue halten“, ist Tourismus-Chef Stephan Köhl stolz.

Auch am benachbarten Attersee ist man mit der Buchungslage für Juli und August sehr zufrieden. Es kam zwar auch dort zu vielen Storni, man konnte aber durch viele Urlauber aus Österreich kompensieren. Auch am Fuschlsee blieb man nicht verschont. „Was wir natürlich gespürt haben ist die Absage des Electric Love Festivals – welches ja auch in unserer Region ist. Wenn 180.000 Festivalgäste nicht da sind, spürt man das einfach. Jedoch konnten bei den Beherbergungsbetrieben aufgrund der relativ stabilen Wetterlage freie Kapazitäten gefüllt werden“, erzählt Gundi Schirlbauer vom Fuschlsee-Tourismus.

Nach der Schrecksekunde läuft auch am Wolfgangsee das Geschäft wieder gut und die aktuelle Werbekampagne gibt Zuversicht für zahlreiche Herbstbuchungen.

Freibäder gut besucht

Leer gehen auch die Freibäder nicht aus. Zufrieden ist man zwar nicht, aber jammern können die Verantwortlichen auch nicht - und das sicher aufgrund des perfekten Sommerwetters. „Statt 1.200 Personen dürfen heuer leider nur 600 zu uns ins Solarbad Altmünster. Es tut weh die Gäste öfters bereits zur Mittagszeit wegschicken zu müssen, weil die Obergrenze erreicht ist. Diese sind dann meist verärgert, da sie oft von weit her kommen. Finanziell können wir aber nicht jammern. Den Mai haben wir zwar verloren, aber die konstanten Tageszahler gleichen das aus und wenn wir im August noch ein paar heiße Badetage haben dann passt das“, sagt Johann Spießberger vom Solarbad Altmünster.

Das Freibad in Laakirchen spürt vor allem die Überlastung der Badeplätze an den Seen. „Wir haben durch das Kommen und Gehen zum Glück kaum Probleme mit der Obergrenze und mussten keine Leute wegschicken. Man merkt die Krise bei uns eher durch die vielen fremden Gesichter und das die Telefone heiß laufen und sich die Menschen erkundigen, ob wir noch freie Plätze haben. Es kam sogar eine am Attersee beheimatete Familie, weil dort alles überging“, schildert Josef Mayrhofer vom Laakirchner Freibad.

Gastgarten-Geschäft läuft

Der Sonnen-Sommer lässt aber auch das Geschäft bei vielen florieren und das Minus kleiner werden. „Das Tagesgeschäft läuft ausgezeichnet und kommt locker auf das Vorjahresniveau“, erzählt ein Wirt. Weiterhin stark betroffen sind allerdings die Nachtgastronomen. Für diese Branche sind die Aussichten noch sehr trüb und sollen noch über den Herbst hinaus andauern. 


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