Oberösterreich sagt „Nein“ zur Atomkraft

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Nora  Heindl Nora Heindl, Tips Redaktion, 14.10.2020 16:47 Uhr

OÖ. Der Kampf gegen Atomkraft muss an verschiedenen Fronten geführt werden, darin waren sich Landesrat Markus Achleitner und Vertreter des Anti Atom Komitees bei einem Arbeitstreffen einig. Neben dem gemeinsamen Einsatz für den europäischen Ausstieg aus der Atomenergie will Oberösterreich auch ein mögliches deutsches Atommüll-Endlager in Nähe zur Grenze verhindern. Zudem setzt man auf das aktive Gestalten der Energiezukunft mit erneuerbaren Energieträgern und technologischen Innovationen.

Die oberösterreichischen Forderungen nach einer Obergrenze für die Laufzeit von Atomkraftwerken, die Verpflichtung zu einem standardmäßigen grenzüberschreitenden Prüfverfahren im Falle von Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken sowie Einspruchsrechte für benachbarte Mitgliedsstaaten beim Bau von Atommüllendlagern, wie sie von Tschechien und Deutschland immer wieder ins Gespräche gebracht werden, sind aktueller denn je. Erst im September veröffentlichte die deutsche Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) in einem Bericht mögliche Standorte für Endlagerstätten, in welchem bayerische Gebiete in Grenznähe zu Oberösterreich genannt wurden. „Ein Endlager in Grenznähe ist eine Gefahr für die Menschen und die Umwelt in unserem Land. Wir werden dies mit allen Mitteln bekämpfen. Der Schutz unseres Landes und seiner Menschen stehen hier für uns an oberster Stelle“, betonte Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner im Anschluss an das Treffen mit dem Geschäftsführer Manfred Doppler vom Anti Atom Komitee und Simon Klambauer vom Energiebezirk Freistadt.

„Die verbrauchten atomaren Brennstoffe sind hochgiftiger radioaktiver Atommüll, der bis zu einer Million Jahre gelagert werden muss. Wie, das ist bis heute ungeklärt. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Oberösterreich seine Menschen und seine Natur schützt und ich bin froh, dass Landesrat Markus Achleitner und die oberösterreichische Landespolitik uns als Anti Atom Komitee in diesem europäischen Kampf gegen die Atomenergie unterstützen“, so der Geschäftsführer des Anti Atom Komitees, Manfred Doppler.

Energieforschung statt Atomkraft

„Die Corona-Krise darf diese wichtigen Themen nicht überdecken, vielmehr müssen wir die Krise als Chance für eine Ökologisierung der (Energie-)Wirtschaft betrachten. Wir müssen diese Zäsur nutzen, um noch stärker als bisher darüber nachzudenken, wie wir eine nachhaltige Energieversorgung bewerkstelligen können. Unsere Antwort auf die Atomkraft ist die Energieforschung, durch die wir neue innovative Möglichkeiten eröffnen wollen. Wer auf Atomkraft setzt, setzt auf Technologien von gestern. Oberösterreich setzt hingegen auf eine nachhaltige Energiezukunft!“, unterstrich Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner einmal mehr.

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