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OÖ. Erneut haben in der Nacht auf Freitag in OÖ heftige Unwetter gewütet und mit teils Tennisball-großem Hagel für enorme Schäden gesorgt. Solche Unwetter können ein Fernbleiben vom Arbeitsplatz rechtfertigen, informiert der ÖGB Oberösterreich.

ÖGB-Landessekretär Stefan Guggenberger (Foto: ÖGB OÖ)
ÖGB-Landessekretär Stefan Guggenberger (Foto: ÖGB OÖ)

„Die Hitzewelle bringt auch immer Unwetter mit sich. Wer aufgrund eines solchen Unwetters nicht oder nicht pünktlich zur Arbeit kommen kann, braucht keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu fürchten. Es handelt sich um einen Verhinderungsgrund, der das Fernbleiben rechtfertigt“, erklärt ÖGB-Landessekretär Stefan Guggenberger. Das Gleiche gilt auch für den Fall, wenn Betreuungseinrichtungen wegen des Unwetters geschlossen bleiben und Eltern die Kinderbetreuung übernehmen müssen. Man muss aber alles Zumutbare unternehmen, um zur Arbeit zu kommen und man muss den Arbeitgeber von der Verspätung bzw. der Verhinderung informieren.

Entgeltfortzahlung

Bei Dienstverhinderung muss Entgelt weiterbezahlt werden. Seit 2014 gibt es die Entgeltfortzahlung in Katastrophenfällen nicht nur für Angestellte, sondern auch für Arbeiter. Während bei Angestellten der Entgeltfortzahlungsanspruch beim Ausfall in der Arbeit gesetzlich fix geregelt ist, gab es bis 2013 bei den Arbeitern abweichende Regelungen. „Der ÖGB hatte sich erfolgreich für diese Angleichung eingesetzt. Sie gilt bei Naturereignissen wie Überflutungen, Murenabgängen oder Schneefällen“, erklärt Guggenberger.


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