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Studie: Oberösterreichs Wirtschaft ist überdurchschnittlich krisenresistent

Tips LogoAnna Stadler, 17.08.2021 18:38

OÖ. Eine aktuelle Studie untersucht Oberösterreichs Krisenbewältigung im europäischen Regionenvergleich. Das Fazit: Die robuste Wirtschaftsstruktur war in der Coronakrise Trumpf.

Achleitner, Stelzer und Wagner (Foto: Land OÖ/Mayrhofer)
Achleitner, Stelzer und Wagner (Foto: Land OÖ/Mayrhofer)

In ihrer Ausbreitung ist die Coronakrise einzigartig, weil sowohl die Coronakrise selbst als auch die Bekämpfungsmaßnahmen einen wirtschaftlichen Schock verursacht haben – wie eine aktuelle Studie des Schweizer Wirtschaftsforschungsinstituts BAK Economics AG zeigt. Die Studie, die von der oö. Standortagentur Business Upper Austria in Auftrag gegeben wurde, untersuchte die möglichen Folgen dieser Ausnahmesituation auf die regionale Wirtschaft und Gesellschaft – und zwar im Vergleich mit ähnlichen europäischen Regionen. Dies soll auch helfen gezielt die Auswirkungen abzufedern. „Was wir jetzt tun, wollen wir auf Basis von Fakten tun“, so Landehauptmann Thomas Stelzer. „Nur wenn wir dort erfolgreich sind können wir die Arbeitsplätze, die wir vor Ort haben, halten.“

Krisenresistentes Land

Für die Studie wurde Oberösterreich mit 14 europäischen Industrieregion ähnlicher Größe verglichen: von Tirol über Südosttschechien bis hin zur Ostschweiz, Oberbayern oder dem Baskenland. Die Covid-19-Inzidenz lag dabei in Oberösterreich im Durchschnitt. „Die Wirtschaftsstruktur Oberösterreichs erwies sich als überdurchschnittlich krisenresistent“, resümiert Studienautorin Andrea Wagner vom Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Economics AG.

Breiter Branchenmix als Vorteil

„Wir sind im Unternehmensmix sehr breit aufgestellt“, hebt Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner hervor. Dies habe sich auch positiv auf den Erhalt der Arbeitsplätze ausgewirkt: „Wir haben die geringste Bedrohung gehabt – gemeinsam mit der Region Böhmen-Süd Tschechien.“ Die Bedeutung des Tourismus entspricht in Oberösterreich in etwa dem westeuropäischen Mittel; ist aber geringer als im nationalen Vergleich. Demzufolge ist Oberösterreich hier ebenfalls nicht außergewöhnlich stark betroffen. „OÖ hat über den Sommer hinweg stärker gelockert, was sich positiv ausgewirkt hat“, betont Wagner zudem.

Gute Resilienz

„OÖ weist ein mittleres bis gutes Resilienzniveau auf“, so die Studienautorin. Dies wurde anhand von drei Kategorien festgestellt: der wirtschaftliche Erholung nach der Finanzkrise, dem Digitalisierungsgrad und der staatliche Reaktionsfähigkeit. „Die Unterstützungsmaßnahmen waren in Österreich überdurchschnittlich.“ „Es war wichtig, dass man sehr schnell reagiert hat. Es ist zu einer Renaissance der Sozialpartnerschaft gekommen. Innerhalb einer Woche haben wir ein Kurzarbeitsmodell gehabt.“

Aufwärtstrend bemerkbar

Für die weitere Bekämpfung der Krise setzt das Land OÖ auch für das Jahr 2021 den Null-Schulden-Kurs aus. „Fürs heurige Jahr hat der Landtag ein Budget genehmigt das bis rund minus 800 Millionen gehen könnte“, so der Landeshauptmann, der ergänzt: „Ich hoffe das aber nicht das das der Fall sein wird, denn man merkt schon den Wirtschaftsaufschwung.“ „Wir haben so viele Menschen in Beschäftigung in OÖ wie noch nie“, freut sich auch Wirtschaftslandesrat Achleitner. Auch dies zeige, dass Oberösterreich weniger stark von der Krise getroffen wurde, als noch am Anfang befürchtet.


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