200.000 Euro Soforthilfe für Flüchtlinge in und um Afghanistan
OÖ. Das Land Oberösterreich wird mit 200.00 Euro Soforthilfe Flüchtlinge in und um Afghanistan unterstützen. Das Geld geht an die Caritas für Hilfsmaßnahmen in den Nachbarstaaten und an das Internationale rote Kreuz für Unterstützung in Afghanistan selbst.

“Meine Meinung ist klar: Wir müssen den Menschen vor Ort helfen so rasch es geht und ihre dortigen Lebensbedingungen verbessern“, erklärt Landeshauptmann Thomas Stelzer. Am Montag wurde in der Sitzung der OÖ. Landesregierung ein Antrag auf 200.000 Euro Soforthilfe gestellt. Das Land OÖ wird ein Projekt der Caritas Österreich und eines des Internationalen Roten Kreuz unterstützen.
Afghanistan befindet sich seit Jahrzehnten im Kriegszustand. Schon vor der Einnahme von Kabul durch Taliban-Kräfte im August haben sich hunderttausende Menschen auf die Flucht vor Gewalt begeben: innerhalb Afghanistans, vor allem in die Großstadtregionen, und in Richtung benachbartes Ausland. Zusätzlich kämpfen die Menschen in Afghanistan mit grundlegenden Problemen, wie Nahrungsmittelknappheit, Wasserknappheit und Ernteausfällen aufgrund monatelanger Dürre sowie COVID-19.
150.000 Euro für Hilfsmaßnahmen in Nachbarstaaten
150.000 gehen an ein Projekt der Caritas Österreich für Hilfsmaßnahmen in den Nachbarstaaten Pakistan, Iran und Tadschikistan. Die benachbarten Staaten haben in den vergangenen Jahrzehnten mehreren Millionen geflüchteten Menschen aus Afghanistan Schutz gewährleistet. Die konkrete Hilfeleistung beinhaltet die Verteilung von Lebensmittelpaketen, die Bereitstellung von Notunterkünften sowie Startpaketen (Wasserbehälter, Kochgeschirr, Bettlaken, Hygieneartikel, COVID‑Präventionsartikel, Schlafmatten usw.)
50.000 Euro für Unterstützung innerhalb Afghanistans
Die vom Roten Kreuz mit medizinischen Gütern versorgten Spitäler und Ambulanzen haben seit 1. August über 4.000 Verletzte – darunter auch zahlreiche Vertriebene – versorgt. Zu diesem akuten Bedarf in der medizinischen Hilfe kommen grundlegende Problemen der Menschen aufgrund der monatelangen Dürre und Covid-19. 280.000 Menschen erhalten vom Internationalen Roten Kreuz Nahrungsmittelpakete und auch landwirtschaftliche Produktionsmittel. Gesundheitsfördernde Maßnahmen und Medizinische bzw. Psychosoziale Betreuung werden vor allem für Vertriebene bereitgestellt.
Aufbau eines Wasserversorgungssystems
Neben der 200.000 Euro Soforthilfe unterstützt das Land OÖ bereits die Errichtung eines stabilen Wasserversorgungssystems im Flüchtlingsaufnahmezentrum in Lipa. „Österreich und insbesondere Oberösterreich hat in den vergangenen Jahren sehr vielen Menschen geholfen. Ich sage aber auch klar: Unser Land, unser Zusammenleben und unsere Kultur dürfen nicht überfordert werden. Wir sind daher weiter für rasche und umfassende Hilfe vor Ort“, so Stelzer.


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