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Tips Logo Online Redaktion, 09.09.2021 22:55

OÖ/WELS. Das Klimabündnis OÖ besteht seit 30 Jahren – gefeiert wurde das Jubiläum im Rahmen der Internationalen Jahreskonferenz des Klima-Bündnisses, die dieser Tage in Wels stattfindet.

  1 / 2   Norbert Rainer (Leiter Klimabündnis OÖ), Silvia Huber (Vize-Bürgermeisterin Wels), Klima-Landesrat Stefan Kaineder, Bürgermeister Andreas Rabl, Andreas Wolter (Vorsitzender Klima-Bündnis, Bürgermeister Stadt Köln) und Katharina Seebacher (Mitgründerin Klimabündnis OÖ, Bürgermeisterin Schlierbach), v.l., bei der Internationalen Jahreskonferenz des Klima-Bündnisses in Wels. (Foto: Land OÖ/Lisa Schaffner)

Die über 1.800 Mitglieder des Klima-Bündnisses aus 27 europäischen Ländern diskutieren von 8. bis 10. September vor Ort und online, bei der Internationalen Jahreskonferenz des Klima-Bündnisses. Unter dem Titel „Lokalisierung des Europäischen Green Deals“ steht der European Green Deal im Mittelpunkt, vor allem welche Auswirkungen dieser auf nationale und lokale Aktivitäten haben kann.

Klima-Landesrat Stafan Kaineder ist überzeugt, dass der European Green Deal vor allem im Industrieland Oberösterreich eine große Chance bedeute. „Die heimische Innovationskraft bei sauberen Technologien ist enorm. Viele Unternehmen sind Marktführer in der Ökotechnologie. Nun müssen wir die richtigen Weichenstellungen setzen und Rahmenbedingungen schaffen, wenn wir unseren Kindern und Enkelkindern einen funktionierenden Planeten übergeben wollen.“

„Klimaschutz und die Energiewende sind gerade für den Wirtschaftsstandort OÖ mit seiner starken Umwelt- und Energietechnologie-Branche eine große Chance und damit eine wichtige Grundlage für unseren künftigen Wohlstand in Oberösterreich“, unterstrich auch Energie-Landesrat Markus Achleitner im Rahmen seiner Begrüßung bei der Konferenz.

Wels nicht zufällig Austragungsort 

Wels ist nicht zufällig Austragungsort der Konferenz - seit 1992 ist Wels Mitglied im Klimabündnis OÖ und seit langem vorbildlich in Sachen kommunaler Klimaschutz engagiert. „Ein Großteil der Welser Haushalte wird fast zu 100 Prozent mit nachhaltigem Strom versorgt, es gibt erfolgreiche Projekte zur Müllvermeidung oder eine Reduzierung des Fleischkonsums an den Welser Schulen. Derzeit prüfen wir den Einsatz von Wasserstoffbussen, bauen das Radwegenetz aus und planen den Ausbau der S-Bahn. An diesem Wochenende blickt ganz Europa auf unsere Stadt“, so Bürgermeister Andreas Rabl. Umweltreferentin Vizebürgermeisterin Silvia Huber verweist zudem auf die Energiesparmesse in Wels, die national und international einen ausgezeichneten Ruf genieße.

Hauptreferent bei der Konferenz ist der renommierte Soziologe und Klimaforscher Harald Welzer. Er führte gemeinsam mit Sigrid Stagl von der Wirtschaftsuniversität in die Themen ein und argumentiert, warum der Green Deal „grüne Fantasie“ benötigt.

30 Jahre Klimabündnis

Im Rahmen der Konferenz feiert das Klimabündnis OÖ auch 30-jähriges Bestehen. In OÖ sind knapp 300 Gemeinden, 800 Betriebe und 230 Schulen Teil des Netzwerks. Die Handlungsfelder des Vereins reichen von Mobilität über Konsum bis hin zu Bodenschutz. „Ich bin der Meinung, dass jeder und jede zum Klimaschutz in seinem engsten Umfeld beitragen kann. Dabei kann das Klimabündnis sehr gut unterstützen, weil es diese großen Vorgaben in die Breite bringt, in umsetzbare Angebote umwandelt und die Menschen in den Gemeinden bei der Umsetzung unterstützt“, so Klimabündnis OÖ-Mitgründerin und Bürgermeisterin der Gemeinde Schlierbach, Katharina Seebacher.

„Wir haben in den vergangenen 30 Jahren in Sachen Klimaschutz und Klimagerechtigkeit viel erreicht“, bestätigt Klimabündnis OÖ-Leiter Norbert Rainer, „gleichzeitig ist es allerhöchste Zeit, jetzt die Weichen für die kommenden 30 Jahre zu stellen: In diesem Sinne: Lasst uns weiter global denken und lokal handeln.“

Zukunftsweisende Charta

Bei der jährlichen Mitgliederversammlung im Rahmen der Konferenz verabschieden die Mitglieder außerdem die „Erklärung von Wels“, die eine Aktualisierung der seit über 30 Jahren bestehenden Selbstverpflichtung für einen ambitionierteren Klimaschutz darstellt. Die Charta unterstreicht die Bedeutung der Frage, wie die Erderhitzung bekämpft werden soll. Mit der Charta gibt das Netzwerk seinen Mitgliedern konkrete Empfehlungen an die Hand, um eine nachhaltige und gerechte Transformation vor Ort voranzutreiben.


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