Positive Entwicklung am oö. Arbeitsmarkt, aber weiterer Handlungsbedarf
OÖ. Die Arbeitslosenquote liegt in OÖ im Jänner 2022 bei 5,4 Prozent, um 2,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau. Das zeigen die aktuellen Daten zum oö. Arbeitsmarkt. Auch wenn die Langzeitarbeitslosigkeit weiter stark beschäftigt, gehen auch hier die Zahlen zurück. 31.400 Personen sind in OÖ aktuell in Kurzarbeit.

„Das Beschäftigungswachstum setzt sich auch im neuen Jahr fort, die Arbeitslosenquote liegt nahezu auf dem Niveau der Saisonbundesländer. Die aktuelle Situation am heimischen Arbeitsmarkt zeigt eine positive Tendenz, dennoch bleibt Handlungsbedarf: Fachkräftemangel und Langzeitarbeitslosigkeit werden uns das ganze Jahr 2022 beschäftigen“, fasst AMS-Landesgeschäftsführer Gerhard Straßer die aktuelle Situation am oö. Arbeitmarkt zusammen.
5,4 Prozent Arbeitslosenquote
5,4 Prozent beträgt die Arbeitslosenquote in Oberösterreich im Jänner (Österreichschnitt: 8,1 Prozent), um 2,2 Prozentpunkte unter dem Vorjahres-Niveau. Zum Vergleich: Am niedrigsten ist die Arbeitslosenquote in Salzburg mit 4,8 Prozent, am höchsten in Wien mit 12,3 Prozent.
Die Zahl der Beschäftigten lag bei 672.000 Personen (+17.000 bzw. +2,7 Prozent mehr als im Vorjahr).
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Jahresvergleich um 15.288 oder 28,5 Prozent zurückgegangen und liegt bei 38.264 Personen. In Schulungen befinden sich 9.696 Personen (+7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr).
Langzeitarbeitslosigkeit geht zurück
Die Arbeitslosigkeit sank bei Frauen (-7.025; -33,1 Prozent) stärker als bei den Männern (-8.263; -25,5 Prozent). Bei den Jugendlichen (unter 25 Jahre) zeigt sich ein Rückgang von 29,1 Prozent (-1.766) bei den Vorgemerktenzahlen. Bei Personen über 55 Jahre hat sich die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr mit -19,9 Prozent ebenfalls deutlich reduziert (-2.056).
Die Zahl an Langzeitbeschäftigungslosen reduziert sich ebenfalls weiter und liegt mittlerweile um 3.650 Personen unter dem Vorjahresniveau (-27,9 Prozent).
Zahl der offenen Stellen steigt
Ende Jänner standen beim AMS OÖ 29.946 offene Stellen zur Verfügung, um 11.494 mehr (bzw. 62,3 Prozent) als im Vorjahr. 1.673 sofort verfügbare Lehrstellen (+288 bzw. +20,8 Prozent) stehen 447 sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden (-146; -24,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr) gegenüber.
Zurzeit haben 4.446 oberösterreichische Betriebe Kurzarbeit beantragt, davon betroffen sind 31.400 Arbeitnehmer.
Stelzer und Achleitner: „Qualifizierung bleibt wichtiger Schwerpunkt“
Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner (beide ÖVP) zeigen sich erfreut angesichts der weiteren Erholung des Arbeitsmarktes in OÖ. Es gelte aber weiterhin: „Jede und jeder Arbeitslose ist noch einer zu viel. Zugleich wächst der Arbeitskräfte-Bedarf in Oberösterreich nach wie vor. Daher bleibt die Aus- und Weiterbildung weiterhin ein zentraler Schwerpunkt für uns, um die Menschen für jene Jobs zu qualifizieren, in den Arbeitskräfte dringend gesucht werden.“
Wie die beiden ankündigen, sei derzeit wieder ein entsprechend dotierter „Pakt für Arbeit & Qualifizierung“ für 2022 für OÖ in Ausarbeitung.


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