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Tips Logo Online Redaktion, 08.03.2022 18:47

OÖ. Das aktuelle Hoch bei den Treibstoffpreisen bereitet Sorgen. Eine baldige Entspannung wird nicht gesehen. Der ÖGB Oberösterreich fordert, das Kilometergeld jetzt zu erhöhen. Der ARBÖ OÖ bekräftigt seine Forderung, die CO2-Bepreisung zu verschieben.

 (Foto: Volker Weihbold)
(Foto: Volker Weihbold)

Die dramatisch gestiegenen Spritpreise müssten ausgeglichen werden, fordert ÖGB-Landessekretär Stefan Guggenberger. „Die 42 Cent sind viel zu niedrig angesichts der stark gestiegenen Kosten, die bei Dienstreisen anfallen.“

Seit der letzten Erhöhung im Jahr 2008 hätten die Arbeitnehmer alleine für die steigenden Kosten aufkommen müssen. Angesichts des jüngsten Preisanstiegs an den Zapfsäulen sei eine Erhöhung unumgänglich. Diese wäre ein „Akt der Gerechtigkeit“, schließlich ginge es um Menschen, die auf das Auto angewiesen seien, um ihre Arbeitsleistung zu erbringen.

ARBÖ rechnet mit weiteren Preisanstiegen

Der ARBÖ rechnet mit weiteren empfindlichen Preisanstiegen an den heimischen Zapfsäulen. Beim Rohöl kostete die Nordseesorte Brent Anfang der Woche rund 140 Dollar pro Barrel (159 Liter) und erreichte damit ein Mehrjahreshoch. 

Auch der ARBÖ bekräftigt seine Forderung, die ab 1. Juli zu bezahlende CO2-Bepreisung auszusetzen. „Selbst im Falle einer raschen De-Eskalation in der Ukraine werden die heimischen Treibstoffpreise noch längere Zeit ansteigen – die jüngste Kostenexplosion für Rohöl wird sich erst in den kommenden Wochen richtig bemerkbar machen“, so Thomas Harruk, ARBÖ OÖ-Landesgeschäftsführer.

Mit der CO2-Bepreisung ab Juli würden die Kosten fürs Autofahren wie auch fürs Heizen weiter steigen. Der ARBÖ OÖ bekräftigt daher seine Forderung, die CO2-Bepreisung zu verschieben, und wirkungsvolle Entlastungen für die Pendler einzuführen. „Gerade im Flächenbundesland Oberösterreich ist das eigene Auto für viele Menschen unverzichtbar, weil es derzeit in vielen Regionen einfach noch keine Alternative zum motorisierten Individualverkehr gibt. Die Verschiebung der CO2-Bepreisung könnte die finanzielle Mehrbelastung zumindest etwas abfedern.“ Und weiter: „Wenn man bedenkt, dass der Steueranteil beim Treibstoff bei mehr als 40 Prozent liegt, wird klar, dass es hier doch Spielraum für Entlastung geben müsste.“


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