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Geplantes Aus für Verbrennungsmotor: Arbö OÖ fordert Technologieoffenheit

Tips LogoKarin Seyringer, 09.06.2022 13:42

OÖ. Das EU-Parlament will ab dem Jahr 2035 den Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotor verbieten. Der Verkehrsclub ARBÖ unterstützt die Zielrichtung grundsätzlich, warnt aber vor Unzulänglichkeiten und Risiken und fordert Technologieoffenheit.

 (Foto: olando/stock.adobe.com)
(Foto: olando/stock.adobe.com)

Die Mehrheit der Abgeordneten im EU-Parlament stimmt in Straßburg dafür, dass ab 2035 nur mehr Autos und Transporter auf den Markt gebracht werden dürfen, die keine klimaschädlichen Treibhausgase ausstoßen. Die endgültigen Verhandlungen zwischen dem Rat der Staaten, dem EU-Parlament und der Kommission müssen aber erst beginnen.

ARBÖ fordert Technologieoffenheit

„Der Vorschlag der EU stützt sich auf die alleinige Bevorzugung von elektrisch angetrieben Fahrzeugen, indem einzig die Emissionen während des Betriebes zur Bewertung herangezogen werden. Tatsächlich sind aber für die Umwelt weitere Faktoren relevant, die am besten in einer Lebenszyklusanalyse, die auch die Umwelteffekte bei der Herstellung und Entsorgung berücksichtigen, abgebildet werden“, kommentiert der Verkehrsclub ARBÖ Oberösterreich das geplante Vorhaben.

„Das Jahr 2035 liegt vermeintlich noch in weiter Ferne“, so Thomas Harruk, ARBÖ OÖ – Landesgeschäftsführer. „Aber die Zeit drängt. Wir fordern Zwischenlösungen, insbesondere verstärkte Bemühungen zur Entwicklung und zum Einsatz von Biokraftstoffen und e-Fuels, sowie den Ausbau von öffentlichen Verkehrsmitteln.“

„Erheblicher Verbesserungsbedarf“

Er verweist auch auf die Themen Ladedauer und Lade-Infrastruktur sowie Kaufpreis bei E-Fahrzeugen, wo noch „erheblicher Verbesserungsbedarf“ bestehe, um eine breitere Akzeptanz in der Bevölkerung zu erzielen. Auch aufgrund der begrenzt verfügbaren Rohstoffe sei es notwendig, sich technologische Alternativen offenzuhalten.

„Im Sinne eines wirkungsvollen und nachhaltigen Umweltschutzes fordern wir Technologieoffenheit. Die E-Mobilität ist zweifelsohne ein wichtiger Pfeiler für umweltfreundliche Mobilität, sie darf aber nicht alternativlos werden. Wir müssen vermeiden, in eine technologische Sackgasse einzubiegen“, so Thomas Harruk.


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