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Landwirtschaftskammer Oberösterreich: 50 Jahre Bildung mit Mehrwert für den ländlichen Raum

Tips LogoNicole Dirnberger, 12.07.2022 12:58

OÖ. Mit seinem umfangreichen und hochqualitativen Angebot leistet das Ländliche Fortbildungsinstitut der Landwirtschaftskammer OÖ (LFI) dazu seit nunmehr fünf Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag und ermöglicht den Menschen im ländlichen Raum Zukunftsperspektiven. 

„Wir sind mit dem LFI auf dem richtigen Weg, das zeigen die stetig steigenden Teilnehmerzahlen", sind (v.r.) LK-Präsident Franz Waldenberger, LFI-Leiterin Manuela Jachs-Wagner und Kammerdirektor Karl Dietachmair überzeugt. Foto: LK OÖ

„Das Bildungsangebot des LFI ist eine tragende Säule für die Land- und Forstwirtschaft in OÖ. Neue Impulse fördern die Motivation der Bäuerinnen und Bauern, stärken die Innovationskraft und damit auch den Fortbestand der ländlichen Regionen. Das Ländliche Fortbildungsinstitut der Landwirtschaftskammer OÖ leistet mit seinem umfassenden Angebot einen vielfältigen Zugang zur Aus- und Weiterbildung für Bäuerinnen und Bauern, aber auch für viele Bildungsinteressierte aus anderen Bevölkerungsschichten“, ist Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Waldenberger überzeugt.

Dass das LFI Oberösterreich am richtigen Weg ist, beweisen seine seit der Gründungsteigenden Seminar- und Teilnehmerzahlen: Nahmen Mitte der 1970er Jahre rund 5.500 Personen an 184 LFI-Veranstaltungen teil, bietet das LFI in einer Bildungssaison ohne Corona-Beschränkungen mehr als 1.900 Veranstaltungen mit mehr als 30.000 Teilnehmenden an.

Seit 50 Jahren

Vor 50 Jahren, 1972, nahm das LFI Oberösterreich mit der Konstituierung des Landeskomitees seine Aktivitäten auf. Der Vorsitz wurde damals Landwirtschaftskammerrat Leopold Hofinger, dem späteren Agrarlandesrat, übertragen. Mit der Gründung des LFI der Landwirtschaftskammer ist es gelungen, einen Meilenstein in der Bildungslandschaft zu setzen und für Menschen im ländlichen Raum das Angebot an Weiterbildungsmaßnahmen zu sichern. Seit seiner Gründung trägt das LFI-Bildungsprogramm stets aktuellen Entwicklungen Rechnung. Zu den einschneidendsten Ereignissen der vergangenen 50 Jahre, in denen sich auch die bäuerliche Lebens- und Arbeitswelt grundlegend verändert hat, zählten der Aufbruch ins Computer- und Informationszeitalter, der EU-Beitritt Österreichs und die Globalisierung und Internationalisierung der Agrarmärkte.

Fachtagungen und Spezialseminare

Über 20.000 bäuerliche Betriebe in Oberösterreich beschäftigen sich mit der Produktion von Lebensmitteln und das mit viel persönlichem Einsatz und hohem Engagement. Die Bauern sind gefordert, in den einzelnen Produktionsspartenbetriebswirtschaftliche Aspekte zur Einkommenssicherung und auch die Anforderungen einer artgerechten und umweltorientierten Produktion im Auge zu behalten. Mit Fachtagungen und Spezialseminaren für Schweine-, Milchvieh- und Mutterkuhhalter oder auch Biobauernwerden aktuelle Themen zur Tiergesundheit, Fütterung und Haltung in den Mittelpunkt der Bildungsveranstaltungen gestellt. Im Ackerbau und in der Grünlandwirtschaft spielen der sorgsame Umgang mit Dünge- und Pflanzenschutzmitteln eine große Rolle. „Mit einemfacettenreichen Angebot wollen wir den persönlichen und beruflichen Erfolg unserer Teilnehmenden stärken und zur Steigerung ihrer Lebensqualität beitragen. Wir arbeiten seit fünf Jahrzehnten für diejenigen Bäuerinnen und Bauern, die bewusst ihr Leben gestalten und aktiv ihre Interessen verfolgen“, betont Waldenberger.

Erhalt der Biodiversität großes Anliegen der Bauern

Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen wie Boden und Wasser, sowie die bestmögliche Erhaltung der Biodiversität ist ein großes Anliegen der Bauern. Diesem Interesse wird mittels Kursen wie „Mein Beitrag zur Artenvielfalt“ sowie speziellen Zertifikatslehrgängen Rechnung getragen. Pflanzenschutz ist ein wichtiges Umweltthema, denn Pflanzenschutzmittelanwender müssen sachkundig sein. 

Eigener Schwerpunkt „Landwirtschaft 4.0“

Waren es vor 20 Jahren die EDV-Basiskurse, die einen Kompetenzschub brachten, so sind heutzutage digitale Technologien bei fortschrittlichen land- und forstwirtschaftlichen Betrieben bereits Standard und bieten in den Bereichen Produktion, Betriebsführung, Vermarktung und Verwaltung neue Möglichkeiten. Ein eigener Schwerpunkt im Bildungsangebot des LFI ist daher die Landwirtschaft 4.0, in dessen Rahmen Themen wie Robotertechnik für Milchställe, Düngeplanungstools, Antriebstechnologien, Lenksysteme und der Drohneneinsatz in der Landwirtschaft behandelt werden.

Onlinekurse

Themen wie die Landwirtschaft in den sozialen Medien und die Erstellung von Fotos und Videos zeigen Wege und Wirkungen in der modernen Kommunikation auf. Das LFI bietet Onlinekurse, die ein individuelles Lernen in Bezug auf zeitliche Ressourcen und Lerntempoermöglichen zu den Themenbereichen Pflanzenbau, Bodenwissen, TGD-Tiergesundheit, Energie und Technik, Direktvermarktung usw.

Das LFI OÖ ist eine vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft anerkannte Bildungseinrichtung und kann eine Veranstalterförderung im Rahmen der Ländlichen Entwicklung beantragen. Die Zuschüsse betragen 50 Prozent bzw. 80 Prozent, bei Schule am Bauernhof sogar bis zu 100 Prozent zu den förderbaren Kosten. Dadurch ist es möglich, dass die Kursbeiträge für die Bauern, aber auch für Schüler bei Schule am Bauernhof um den Förderungsbetrag, also um 50 oder 80 Prozent und bei Schule am Bauernhof sogar bis zu 100 Prozent reduziert werden können.

Rund 1,5 Millionen Euro Fördermittel

Für Oberösterreich stehen jährlich in der laufenden Förderperiode im Durchschnitt rund 1,5 Millionen Euro Fördermittel für die Bildungsförderung zur Verfügung. Das LFI der Landwirtschaftskammer OÖ ist bedacht, die Fördermittel für Bauern zu nutzen, mit dem Blick, jährlich ein attraktives Bildungsangebot für die Bauern zu erstellen.


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