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OÖ. Die Wirtschaftskammer Oberösterreich sieht eine Strom- und Gaspreisbremse nach deutschem Vorbild als unausweichlich an. Für die heimischen Unternehmen seien die in Deutschland beschlossenen Maßnahmen ein Wettbewerbsnachteil, die Bundesregierung müsse „endlich reagieren“.

WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer (Foto: Hermann Wakolbinger)
WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer (Foto: Hermann Wakolbinger)

„An einer Strom- und Gaspreisbremse für die Unternehmen führt kein Weg vorbei, um weiterhin erfolgreich zu wirtschaften und den Standort abzusichern“, so die WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer.

Deutsche Strom- und Gaspreisbremse beschlossen

Die WKÖ fordert seit Monaten eine Lösung für Unternehmen im Hinblick auf die massiv gestiegenen Energiepreise. Der „nunmehr absehbare deutsche Alleingang beim Thema Gas“ bringe die restlichen EU-Staaten, auch Österreich, unter Zugzwang. Die deutsche Bundesregierung hat Gesetzentwürfe für eine Strom- und Gaspreisbremse beschlossen. Privathaushalte und Unternehmen sollen mit einer günstigeren Basisversorgung von den stark gestiegenen Energiekosten entlastet werden, die Preisbremsen sollen ab 1. März 2023 kommen und rückwirkend zum 1. Januar 2023 gelten.

Wettbewerbsnachteil und fehlende Planungssicherheit

Für die heimischen Unternehmen bringe das einen Wettbewerbsnachteil, vor allem für solche, die im internationalen Wettbewerb stehen. Zudem hätten diese Unternehmen keine Planungssicherheit, so Hummer. Die Bundesregierung müsse nun reagieren. „Die EU gibt uns mit dem befristeten Beihilferahmen die notwendige Flexibilität, um national entsprechend zu reagieren. So besteht die Möglichkeit einer befristeten Strompreisfestsetzung für KMU (Kleine und mittlere Unternehmen) ebenso wie die Festsetzung der Strompreise unterhalb der Kosten unabhängig von der Unternehmensgröße. Gerade im Produktionsland Oberösterreich geht es um abertausende Arbeitsplätze, die durch die derzeit akuten Wettbewerbsnachteile unserer Betriebe bedroht sind.“, sagt die WKOÖ-Präsidentin.


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