Arbeitsmarkt: "Rahmenbedingungen zeigen erstmals leichte Auswirkungen"
OÖ. Weiterhin Beschäftigungswachstum, Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkt niedriger als im Vorjahr, Langzeitbeschäftigungslosigkeit weiterhin stark sinkend, Stellenmarkt leicht rückläufig: So zeigt sich der oö. Arbeitsmarkt Ende Februar 2023. Erstmals zeigen die aktuellen Rahmenbedingungen leichte Auswirkungen, so AMS-Landesgeschäftsführer Gerhard Straßer.

„Die nationalen und internationalen Rahmenbedingungen zeigen nun erstmals leichte Auswirkungen auf den heimischen Arbeitsmarkt. Insbesondere der Bausektor, vor allem kleinere Betriebe, die auf den privaten Wohnbau fokussiert sind, ist verstärkt betroffen. Als Industriebundesland performt Oberösterreich aber weiterhin vergleichsweise sehr gut, die Personalsuche bleibt für viele Betriebe weiterhin herausfordernd“, so AMS-Landesgeschäftsführer Gerhard Straßer.
4,7 Prozent Arbeitslosenquote
Die Arbeitslosenquote betrug in Oberösterreich im Februar 4,7 Prozent (Österreichschnitt: 7,0 Prozent) und lag damit um 0,1 Prozentpunkt unter dem Niveau des Vorjahres. Die Zahl der Beschäftigten lag bei 691.000 Personen (+9.000 bzw. 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr). 34.008 Personen waren arbeitslos gemeldet, geringfügig niedriger als vor einem Jahr (-48, -0,1 Prozent). In Schulungen befinden sich 9.756 Personen (+1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr).
Leichter Anstieg bei Männern
Die Arbeitslosigkeit sank bei den Frauen um drei Prozent, bei den Männern zeigt sich ein Anstieg (+353; +1,7 Prozent). Auch bei den Jugendlichen (unter 25 Jahre) erhöhten sich die Vorgemerktenzahlenum um 6,1 Prozent (+228). Bei Personen über 55 Jahre reduzierte sich die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent. Die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen ging weiter deutlich zurück und liegt um 2.656 Personen unter dem Vorjahresniveau (-29,3 Prozent).
Stellenmarkt leicht rückläufig
Ende Februar standen beim AMS OÖ 30.942 offene Stellen zur Verfügung, um 1.277 bzw. 4 Prozent weniger als im Vorjahr. Zudem waren 1.887 sofort verfügbare Lehrstellen (+116 bzw. +6,5 Prozent) und 468 sofort verfügbare Lehrstellensuchende (+47; +11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr) gemeldet.


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