Digitalisierung hat im Poly das Nachsehen
„Die Mobiltelefone der Schüler werden oftmals dämonisiert. Wenn über Social Media gesprochen wird, dann als potenzielle Gefahrenquelle. Digitalisierung ist Thema an den Polytechnischen Schulen, aber meist in einem engen Korsett“, sagt Tobias Buchner von der Pädagogische Hochschule Oberösterreich vom Projektleitungsteam von digi:POWER.

Das Forschungsprojekt digi:POWER ist an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich (PH OÖ) angesiedelt und wird durch den AK digifonds finanziert. Vor kurzem wurden die Ergebnisse des ersten Forschungsjahres vorgestellt. „Das gesellschaftliche Ansehen und die Ressourcenzuweisung an die Polytechnischen Schulen sind geprägt von der geringeren Rangordnung dieser Schulform in der Ausbildungshierarchie. Nicht zuletzt zeigt sich dies am Thema Digitalisierung“, sagt Natascha Khakpour (Universität Bielefeld), die ebenfalls Teil des Projektleitungsteams ist.
„Werden stiefmütterlich behandelt“
Das unterstreicht vida-Jugendgewerkschafter Edlinger: „Die Polytechnischen Schulen und Berufsschulen werden meist stiefmütterlich behandelt, hier benötigt es eine Entstigmatisierung, weg vom Schubladendenken und her mit einer Aufwertung beider Schultypen. Es braucht eine Digitalisierungsoffensive in den Polytechnischen Schulen und in den Berufsschulen. Das heißt, moderne Ausstattung der Klassenräume und eine stabile Internetverbindung in den Schulen.“


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