Neues "Öko-Check-Portal" soll Unternehmen eine unkomplizierte Erstellung der Treibhausgas-Bilanz ermöglichen
OÖ. Die Energie- und Treibhausgasbilanz zu erstellen, ist für Unternehmen wichtig, etwa als Vorlage bei Banken oder bei der Berichtspflicht zur Nachhaltigkeit im Betrieb. Gerade für kleinere Unternehmen kann das eine große Herausforderung darstellen. Das Land Oberösterreich will nun mit dem kostenlosen „Öko-Check-Portal“ einen Wettbewerbsvorteil für Unternehmen im Bundesland schaffen und sie bei der Energie- und Treibhausgasbilanz unterstützen.

Erstmals ist es für oberösterreichische Unternehmen mit dem „Öko-Check-Portal“ nun möglich, selbst die eigene CO2-Bilanz zu erstellen. Das Online-Tool ist kostenlos und umfasst die gesamten Treibhausgas-Emissionen, die durch Prozesse und Produkte in einem Unternehmens verursacht werden. „Das Thema der Energie- und Treibhausgasbilanzen trifft bereits mittelfristig sehr viele Unternehmen. Denn mit der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung werden immer mehr Unternehmen verpflichtet, ihre Aktivitäten in Sachen Nachhaltigkeit offen zu legen. Das beginnt im nächsten Jahr mit der Pflicht für börsenorientierte große Unternehmen und dann schrittweise für weitere Unternehmensgrößen“, erläutert Wirtschafts- und Energie-Landesrat Achleitner.
Tool seit heute aufrufbar
Seit heute, 9. November, kann das Online-Tool unter www.energiesparverband.at genutzt werden. Der OÖ. Energiesparverband bietet auch Unterstützung bei der Interpretation der Ergebnisse an sowie eigene Seminare für die Erstellung von CO2-Bilanzen.
Weiters gibt es auch eine zu 75 Prozent vom Land OÖ geförderte Energieberatung für KMUs zur Senkung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen.
CO2-Treiber im Unternehmen erkennen
Das „Öko-Check-Portal“ soll Unternehmen durch geringen administrativen Aufwand nicht nur die Erstellung der Nachhaltigkeitsberichterstattung erleichtern, sondern auch die CO2-Treiber im Betrieb ausfindig zu machen. Denn die Bilanz umfasst drei Bereiche: direkte Emissionen (z.B. fossile Brennstoffe zum Heizen), indirekte Emissionen (z.B. Strom, Fernwärme) und indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette des Unternehmens (z.B. Rohstoffe, Betriebsstoffe, Geschäftsreisen).
Durch diese Aufteilung kann ein Überblick über die gesamten Treibhausgas-Emissionen des Unternehmens gewonnen und Maßnahmen gesetzt werden, um die Emissionen im entsprechenden Bereich zu reduzieren. „Davon profitiert nicht nur das Klima, sondern auch das Unternehmen durch die Möglichkeit, den Energieeinsatz zu optimieren“, so Landesrat Markus Achleitner.


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