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75 Schüler aus Wels und Steyr übergaben das Friedenslicht an das Europäische Parlament

Tips LogoSabrina Antlinger, 12.12.2023 11:19

STRASSBURG/STEYR/WELS. Gemeinsam mit 75 Schülern der HTL Steyr, der HLW Steyr und der HTL Wels wurde am Montag, 11. Dezember, im Rahmen einer feierlichen Zeremonie das Friedenslicht aus Bethlehem an die Präsidentin des Europäischen Parlaments Roberta Metsola und den EVP-Vorsitzenden Manfred Weber in Straßburg übergeben.

Severin Mader von der HTL Steyr mit dem Friedenslicht (Foto: Tips/antlinger)
  1 / 6   Severin Mader von der HTL Steyr mit dem Friedenslicht (Foto: Tips/antlinger)

Dieses Jahr wurde das Friedenslicht von einem Kind aus Bethlehem in der Geburtsgrotte Jesu entzündet und in Österreich von Friedenslicht-Kind Michael Putz (10) aus Steyr übernommen. Auf die Einladung von ÖVP-Delegationsleiterin Angelika Winzig haben insgesamt 75 Schüler der HTL Steyr, der HLW Steyr und der HTL Wels das Friedenslicht zuerst im Europarat und dann im EU-Parlament an Metsola und Weber feierlich übergeben. Mit Instrumenten und Chor untermalten die Schüler die Zeremonie musikalisch mit Weihnachtsliedern. Winzig dankte ihnen für die gelungene Inszenierung und hob hervor: „Es macht mich sehr stolz, dass auch viele junge Österreicher diese Werte unterstützen und sich im Friedenslicht-Projekt engagieren.“

Feierliche Übergabe

Eine besondere Ehre wurde Franka Eder von der HTL Wels und Severin Mader von der HTL Steyr zuteil. Sie waren die Auserwählten, die das Friedenssymbol persönlich an Metsola und Weber überreichen durften. „Wir begrüßen dieses Friedenslicht als Erinnerung an die Grundwerte, für die wir stehen. In dieser Zeit des Jahres denken wir an das, was uns verbindet, und an die Werte, die wir als Europäer teilen. Über die Bedeutung von Weihnachten und die Notwendigkeit, ein Licht in einer der dunkelsten Zeiten, in denen wir leben, zu entzünden. Aus diesem Grund unterstützt das Europäische Parlament aktiv die Bemühungen der Europäischen Union zur weltweiten Förderung von Demokratie und Menschenrechten. Mögen wir auch weiterhin das Licht sein“, hieß die Präsidentin das Friedenslicht willkommen.

Über Umwege nach Österreich

Das Friedenslicht wurde nach der Entzündung in Bethlehem – aufgrund des eingeschränkten Flugverkehrs nach Tel Aviv – nach Amman, der Hauptstadt Jordaniens, gebracht und von dort mit einer Linienmaschine von Austrian Airlines nach Österreich mitgenommen und an Michael Putz übergeben. Der hilfsbereite Schüler aus Steyr wurde wegen seines Engagements bei den Pfadfindern, der Jugendfeuerwehr und den Ministranten ausgewählt. „Ich kenne das Friedenslicht von klein auf, weil es bei uns in der Familie zu Weihnachten dazu gehört“, erklärt der Zehnjährige.

Lange Tradition

Bereits zum 28. Mal wurde das Friedenslicht als Symbol der Solidarität und des Friedens an das EU-Parlament übergeben. Besonders in diesem Jahr erinnert das leuchtende Weihnachtssymbol daran, dass Frieden nicht selbstverständlich ist. „Das Friedenslicht kommt aus einer Konfliktregion und erinnert uns dieses Jahr besonders daran, dass Frieden alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist. Im Hinblick auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine oder den Konflikt im Nahen Osten ruft uns das Friedenslicht in Erinnerung, dass auch die Europäische Union aus den Trümmern des Krieges aufgebaut wurde und nun ein beispielgebender Raum für Freiheit, Demokratie und Rechtstaatlichkeit ist. Im Europaparlament haben wir dieses Jahr aufs Neue klargestellt, dass wir für den Frieden in Europa und der Welt einstehen. In diesem Sinne hoffe ich, dass der Frieden auf europäischen und israelischen Boden zurückkehrt und dass die Menschen in der Ukraine und in Israel bald frei von Terror und Aggression leben können“, so Oberösterreicherin Winzig.


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