Förderung für agrarische Bildung: Richtlinien erneuert
OÖ. Das Agrar-Ressort des Landes OÖ unter Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP) fördert agrarische Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, mit der „Förderung von agrarischen Bildungsmaßnahmen“. Die NEOS Oberösterreich hatten zuletzt Kritik an den Förderrichtlinien geübt. Nun wurde der Bezieherkreis rückwirkend mit 1. Jänner 2024 ausgeweitet.

Gefördert werden Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, „die verschiedenen Lebensbereiche und Berufsfelder in der Land- und Forstwirtschaft betreffen, sowie sonstige Vorhaben, die für die bäuerliche Bevölkerung im ländlichen Raum in besonderer Weise einen hohen Nutzen bzw. hohe Rückwirkungseffekte auf die Landwirtschaft aufweisen bzw. erwarten lassen“, heißt es auf der Homepage des Landes OÖ.
NEOS: „Unfairer Querfinanzierungsweg“
Bislang war die Förderung aber nur juristischen Personen, „die unter anderem einer im Landtag vertretenen Partei zuzuordnen sind“, vorbehalten. NEOS OÖ-Klubobmann Felix Eypeltauer sah darin eine „problematische Querfinanzierung der Parteien.“ Alleine in den letzten zehn Jahren seien „über diesen unfairen Querfinanzierungsweg“ rund 3,5 Millionen Euro an die Parteiorganisationen geflossen, so die NEOS.
Rückwirkend angepasst
Die Richtlinien wurden nun rückwirkend mit 1. Jänner angepasst. Zuletzt hätten sich immer öfter Akteure aus der Privatwirtschaft bzw. unabhängige Vereine bemüht. Daher habe man sich entschlossen, die Förderung in alle Richtungen zu öffnen. So können nun auch zum Beispiel Vereine um projektbezogene Förderungen ansuchen, heißt es.
Für die NEOS OÖ ein „Erfolg für Fairness und Gerechtigkeit“. Gleichzeitig sei das nur ein Anfang, „denn wir wissen, dass die Förderungen im Land Oberösterreich von der Willkür durchzogen sind. Oft gibt es keine öffentlichen Richtlinien, oft ist man vom guten Willen des zuständigen Landesregierungsmitglieds abhängig“, kritisiert Eypeltauer aber weiter.


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