Warum Nachhaltigkeit Wettbewerbsvorteile sichern kann
Ö. Die Taxonomie ist ein EU-weit gültiges System zur Klassifizierung von nachhaltigen Wirtschaftsaktivitäten. Sie soll Anlegern Orientierung geben und Kapital für den grünen Umbau von Energieproduktion und Wirtschaft anreizen. Denn das Finanzsystem spielt eine Schlüsselrolle im Übergang zu einer emissionsarmen, ressourcenschonenden Wirtschaft.

Die Nachhaltigkeit der gesamten Geschäftstätigkeit eines jeden Unternehmens muss seit Ende 2021 jährlich berichtet werden, in der Regel als Teil des Sustainability Reports oder Annual Reports. Das gilt für alle Unternehmen, die Finanzprodukte in der EU vertreiben und auch für große Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern, welche unter die nicht-finanzielle Berichterstattung (non-financial reporting directive NFRD) fallen. Dabei muss jeweils der EU Taxonomie-konforme Anteil des Umsatzes, der Investitionsausgaben (CapEx) und des Betriebsaufwands (OpEx) für das Unternehmen berichtet werden. Es wird erwartet, dass die Anzahl an betroffenen Unternehmen zukünftig stark steigen wird.
Klimaneutral wirtschaften
Mit dem Beschluss des Green Deals in 2019 stellte die Europäische Union (EU) die Weichen für mehr Nachhaltigkeit bei Investitionen, zum Beispiel in Bereichen wie erneuerbaren Energien, Biodiversität oder Kreislaufwirtschaft. Das Ziel ist es, bis 2050 in der EU klimaneutral zu wirtschaften, wobei 2030 bereits eine Reduktion von 55 Prozent erzielt werden soll. Um diese Klimaziele zu erreichen, beinhaltet der Green Deal einen Investitionsplan von einer Billion Euro über die nächsten zehn Jahre. Trotz dieser enormen Investitionssumme, ist die EU zur Erreichung der Pariser Klimaziele auf die Unterstützung der Privatwirtschaft angewiesen.


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