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Tips Logo Online Redaktion, 04.06.2024 17:38

OÖ/BEZIRK LINZ-LAND. Eine „einzigartige Erfolgsgeschichte für das Industrie- und Exportbundesland Oberösterreich“ sei die EU-Mitgliedschaft, betonten am Dienstag Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner und Wirtschaftsbund-Landesobfrau-Stellvertreterin, EU-Abgeordnete Angelika Winzing (beide ÖVP), bei Betriebsbesuchen im Bezirk Linz-Land.

Landesrat Markus Achleitner und EU-Abgeordnete Angelika Winzing (Foto: WB/Andreas Maringer)
  1 / 2   Landesrat Markus Achleitner und EU-Abgeordnete Angelika Winzing (Foto: WB/Andreas Maringer)

„Die drei Jahrzehnte der EU-Mitgliedschaft haben für Oberösterreich eine noch die dagewesene wirtschaftliche Entwicklung gebracht. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine zeigt uns Tag für Tag, dass das Friedensprojekt Europa keine Selbstverständlichkeit ist und dass es die europäische Einigkeit, bei aller sachlich berechtigter Kritik an der EU, mehr denn je braucht. Um die EU positiv weiterentwickeln zu können, müssen wir sie auch stärken, insbesondere auch durch eine hohe Beteiligung an der Wahl zum Europäischen Parlament am 9. Juni“, appelliert Landesrat Achleitner, zur Wahl zu gehen.

Oberösterreich profitiert als Exportbundesland und von EU-Mitteln

Jeder zweite Arbeitsplatz in der oberösterreichischen Wirtschaft hängt direkt oder indirekt am Export, fast 60 Prozent des oö. Bruttoregionalprodukts werden durch Warenexporte generiert. Von 1995 bis jetzt hat sich das oö. Exportvolumen von 10,6 Milliarden Euro auf 52,4 Milliarden Euro erhöht, die Anzahl der Beschäftigten in Oberösterreich ist von 470.000 auf 700.000 gestiegen.

Oberösterreich profitiere aber auch von europäischen Förderprogrammen. So fließen im Schnitt 247 Millionen Euro pro Jahr an EU-Geldern nach Oberösterreich.

„Der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union hat sich gerechnet – und zwar für alle. Wir haben unseren Wohlstand verdoppelt und unsere Exporte vervierfacht. Diese Erfolgsgeschichte müssen wir weiterschreiben und die notwendigen Reformen für eine erfolgreiche Zukunft der Europäischen Union umsetzen“, so OÖVP-Spitzenkandidatin Angelika Winzig.

„Braucht Technologieoffenheit“

Besonderen Wert legt Landesrat Achleitner auf Technologieoffenheit für Innovation. „Nicht Ideologie macht Innovation, auch nicht die Politik, sondern Forschung und Entwicklung ermöglichen Innovation. Und Innovation brauchen wir mehr denn je, denn sie ist der Treiber der Wirtschaft. Der Weg muss daher lauten: Klimaschutz durch Technologie und nicht Klimaschutz statt Technologie“, verlangt Landesrat Achleitner. Besonders bei der Entwicklung alternativer Antriebe gelte es, Scheuklappen abzulegen.

Winzing: „In den letzten Jahren befand sich Europa im wirtschaftspolitischen Dornröschenschlaf. Wir stehen am Anfang der Deindustrialisierung Europas. Die EU läuft Gefahr, im globalen Wettbewerb an Attraktivität zu verlieren und Unternehmen überlegen längst, ihre Betriebsstätten in Nicht-EU-Staaten zu verlagern. Es ist höchste Zeit, dass wir hier gegensteuern. Der volle Fokus muss jetzt auf der Stärkung des Wirtschafts- und Industriestandorts Europa liegen.“ Dazu setze sich Winzing auch für eine effektive und nachhaltige Reduktion der Bürokratie auf EU-Ebene ein.

Zu Gast waren Achleitner und EU-Abgeordnete Angelika Winzing am Dienstag bei der Delfort Group in Traun, bei der Almi GmbH in Oftering, bei der Dachsner Austria GmbH in Hörsching und bei der Hierzer Maschinenbau GmbH in Wilhering.

 

 


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