Kreativität, Neugierde, Problemlösungskompetenz: Lehre in der IT
Ö. Aktuelle Vorkommnisse, wie ein beinahe weltweiter IT-Ausfall, zeigen, wie wichtig IT-Fachkräfte für die Wirtschaft und den Alltag sind. Der weiter anhaltende IT-Fachkräftemangel erfordert daher rasches Handeln, denn alle Hände werden gebraucht.

So vielfältig wie die Jobmöglichkeiten in der IT sind, so vielfältig sollten auch die Fachkräfte sein. IT besteht eben nicht nur aus Einsen und Nullen. Neben technischem Wissen braucht es auch Kreativität, Neugierde und eine hohe Problemlösungskompetenz. Neben dem Einstieg in die IT-Branche muss allerdings auch der Ausstieg aus dieser im Auge behalten werden, und das betrifft nicht nur die Pensionierungen: Dropout-Quoten liegen an Universitäten und Fachhochschulen bei fast 40 Prozent. Könnten diese um zehn Prozent gesenkt werden, stünden rund 2.000 Studienabsolventen mehr pro Jahr zur Verfügung.
Lehre als Informationstechnologe
Je nach Schwerpunkt gibt es einige Unterschiede in den Tätigkeiten von Informationstechnologen. Die grundlegenden Aufgaben sind jedoch gleich. Zum Tätigkeitsfeld der InformationstechnologInnen gehört – vereinfacht ausgedrückt – die Computer-Hardwaretechnik. Die Hauptaufgabe von InformationstechnologInnen liegt im Auswählen und in Betrieb nehmen von Netzwerkkomponenten. Das sind beispielsweise Router, Server, Proxys und dergleichen. Sie synchronisieren und konfigurieren Benutzerend- und Peripheriegeräte (wie beispielsweise Drucker, Bildschirme oder Beamer, aber auch Grafikkarten und andere interne Bestandteile eines Computers). Sie konzipieren und planen unterschiedlichste Datenspeichersysteme, konfigurieren ganze Serversysteme und deren Basisdienste. Aber nicht nur das Errichten dieser Netzwerke ist die Aufgabe der Informationstechnologen, sondern auch das Überwachen und Sicherstellen der Leistungsfähigkeit dieser Netze. Wichtig ist auch das Analysieren von etwaigen Sicherheitsrisiken sowie das Konzipieren, Planen und Umsetzen von entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen. Zudem integrieren InformationstechnologInnen Cloud-Dienste (online Speicher, auf die von überall aus zugegriffen werden kann) in bestehende Netzwerke.
Schwerpunkt Betriebstechnik
In der Lehre zum Informationstechnologen kann man aus zwei Schwerpunkten wählen: Betriebstechnik und Systemtechnik. Der Schwerpunkt „Betriebstechnik“ wird insbesondere in produzierenden Unternehmen ausgebildet. Informationstechnologen sind demnach hauptsächlich direkt in dem Betriebsstandort tätig, bei dem sie beschäftigt sind. Das heißt, sie bauen betriebsinterne Netzwerke auf und warten diese.
Schwerpunkt Systemtechnik
Der Schwerpunkt „Systemtechnik“ betrifft vorrangig den Dienstleistungsbereich in der IT. Das heißt InformationstechnologInnen – Systemtechnik setzen ihre Fähigkeiten und Kenntnisse nicht vorwiegend in der Firma ein, bei der sie arbeiten. Vielmehr verkauft die Firma die Arbeitskraft, also die Dienstleistung, an eine andere Firma, wo die InformationstechnologInnen – Systemtechnik beispielsweise ein Computernetzwerk errichten.


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