Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Betreutes Konto der Schuldnerhilfe OÖ soll Existenz sichern und Delogierungen verhindern

Tips Logo Baumgartner Anna, 05.01.2026 10:54

OÖ/LINZ. Wenn Miete, Strom oder Heizung nicht mehr regelmäßig bezahlt werden können, geraten Betroffene rasch in existenzielle Notlagen. Genau hier soll das Betreute Konto der Schuldnerhilfe Oberösterreich ansetzen. Seit 2014 besteht das Angebot, das sich an Menschen richtet, die bei der Einhaltung von Zahlungsprioritäten Unterstützung benötigen und von Delogierung bedroht sind. Ziel ist dabei, existenzielle Zahlungen sicherzustellen und Wohnungsverlust präventiv zu verhindern.

Kunden werden über alle Kontobewegungen, fehlende Eingänge oder nicht durchführbare Buchungen zeitnah per SMS und/oder E-Mail von der Schuldnerhilfe informiert. (Foto: Volker Weihbold)

„Wir als Gesellschaft müssen jenen Menschen helfen, die wirklich Hilfe brauchen. Diese Hilfe darf sich dabei nicht auf kurzfristige Entlastung beschränken, sondern muss langfristig Stabilität schaffen“, so Sozial-Landesrat Christian Dörfel (ÖVP). Das Betreute Konto der Schuldnerhilfe OÖ leiste genau das. „Es sichert existenzielle Zahlungen und unterstützt Menschen dabei, Schritt für Schritt wieder Kontrolle über ihr Leben zu gewinnen.“

Existenzielle Zahlungen und Wohnungsverlust

Auch für die Schuldnerhilfe Oberösterreich ist das Instrument zentral. Geschäftsführer Johannes Kletzl erklärt: „Eine gesicherte Wohnung ist die Grundlage für ein würdiges Leben. Mit dem Betreuten Konto sichern wir existenzielle Zahlungen und verhindern Wohnungsverlust, bevor er passiert.“ Durch die frühzeitige Information von Kunden und Hilfesystemen schaffe das Modell Sicherheit für Betroffene, Kinder und Familien. So erspare sich die Gesellschaft hohe Folgekosten.

Prävention und Lösung

Finanziert wird das Betreute Konto aus Mitteln des Sozialressorts des Landes Oberösterreich. Es übernimmt die Durchführung und laufende Überwachung lebensnotwendiger Zahlungen wie Miete oder Energiekosten. Kunden werden dabei über alle Kontobewegungen, fehlende Eingänge oder nicht durchführbare Buchungen zeitnah per SMS und/oder E-Mail informiert. Gleichzeitig sei immer auch eine betreuende Einrichtung oder Person eingebunden, die bei Problemen automatisch benachrichtigt werde. So könnten Schwierigkeiten früh erkannt und gemeinsam rasch gelöst werden, noch bevor es zu Mietrückständen oder Delogierungen kommt.

Auch öffentliche Hand profitiert

Die Wirkung beschreibt die Schuldnerhilfe als vielfältig. Kunden würden spürbare psychische Entlastung erleben, Betreuungspersonen würden entlastet, da Probleme nicht erst spät sichtbar werden. Das stärke die Zusammenarbeit und schaffe Raum für weitere Unterstützungsleistungen. Zudem profitiere auch die öffentliche Hand, weil früh erkannte Mietrückstände geringer ausfallen und teure Folgekosten vermieden werden könnten.

Auch die aktuellen Zahlen würden die Bedeutung des Angebots unterstreichen. In Oberösterreich werden derzeit rund 240 Betreute Konten geführt. Monatlich versendet das Team über 4.800 SMS an Kunden. Im Jahr 2024 wurden 18.700 Buchungsanweisungen mit einem Gesamtvolumen von rund 4,3 Millionen Euro abgewickelt, heißt es. 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden