Oberösterreich unter Fünf-Jahresschnitt bei tödlichen Verkehrsunfällen
OÖ. Die aktuelle Verkehrssicherheitsbilanz für das Jahr 2025 zeigt für Oberösterreich einen stabilen Kurs. 74 tödliche Verkehrsunfälle mussten 2025 verzeichnet werden. Die Zahl liegt unter dem Fünf-Jahresschnitt, dennoch: „Jeder Verkehrstote ist einer zu viel“, verweist Verkehrs-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) auf die Notwendigkeit von Prävention.**
Mit 74 tödlichen Verkehrsunfällen liegt Oberösterreich unter dem Fünfjahresschnitt von 78 und damit weiter unter dem langjährigen Durchschnitt.
Im Vergleich der Bundesländer liegt Oberösterreich mit 3,6 Verkehrstoten pro 1.000 Kilometer Straßennetz weiterhin im österreichweiten Mittelfeld.
Regionale Entwicklungen mit positiven Beispielen
In mehreren der 18 Verwaltungsbezirke Oberösterreichs gibt es besonders positive Entwicklungen, darunter die Bezirke Braunau (minus sechs) und Ried (minus vier). In Steyr-Stadt gab es im gesamten Jahr 2025 keinen tödlichen Verkehrsunfall.
Gesetzte Maßnahmen würden Wirkung zeigen, Verkehrssicherheit bleibe aber eine dauerhafte Aufgabe, so Landesrat Steinkellner. „Dass wir unter dem Mehrjahresschnitt liegen, zeigt, dass Prävention, Kontrollen und Investitionen in die Infrastruktur wirken. Dennoch gilt: Jeder Verkehrstote ist einer zu viel – hinter jeder Zahl stehen Menschen, Familien und Schicksale. Genau deshalb dürfen wir uns auf positiven Entwicklungen nicht ausruhen.“
Deutliche Fortschritte bei Geschwindigkeit und Alkohol
Ein besonders positives Signal zeigt sich bei den Unfällen mit nicht angepasster Geschwindigkeit: Hier kam es nach 20 nur zu neun tödlichen Verkehrsunfällen. „Auch im Bereich Alkohol- und Drogeneinfluss bleibt Oberösterreich auf einem sehr guten Niveau. Im Jahr 2025 wurde nur ein tödlicher Unfall in diesem Zusammenhang registriert. Bewusstseinsbildung, klare Regeln und konsequente Kontrollen zeigen Wirkung. Diese Linie setzen wir konsequent fort“, so Landesrat Steinkellner.
Fokus auf Kinder und Senioren
Weitere Maßnahmen zur Verkehrssicherheit, die in Oberösterreich gesetzt werden, sind etwa die Förderung von freiwilligen E-Bike-Fahrsicherheitstrainings für Personen ab 50 Jahren oder die Aktion „Mach dich sichtbar“.
Mit der landesweiten Aktion setzt Oberösterreich gezielt auf Bewusstseinsbildung rund um Reflektorbänder, Warnwesten, reflektierende Kleidung und funktionierende Fahrradbeleuchtung.
Kinder und ältere Menschen zählen zu den besonders schutzbedürftigen Verkehrsteilnehmern und stehen weiterhin im Mittelpunkt. Bestehende Programme – von Schulweginitiativen über Seniorentrainings bis hin zu Sichtbarkeitskampagnen – würden laufend weiterentwickelt und ergänzt. „Sichere Mobilität für alle Generationen ist unser Anspruch. Gerade jene, die besonderen Schutz brauchen, verdienen unsere volle Aufmerksamkeit“, so Steinkellner.
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