Viele Unimarkt-Standorte gerettet, einige schließen
TRAUN. Nach einer langen Phase der Ungewissheit gibt es bei Unimarkt klare Signale für die regionale Nahversorgung. Die Bundeswettbewerbsbehörde hat den Übernahmeplänen von SPAR und REWE zugestimmt und damit den Weg für die Weiterführung von 43 Standorten freigemacht. Die Übergaben sollen großteils noch im ersten Quartal 2026 erfolgen.
Konkret übernehmen SPAR 23 und REWE 20 Unimarkt-Filialen. Zusätzlich konnten für sechs weitere Standorte neue Perspektiven entwickelt werden, fünf davon sollen weiterhin als Lebensmittelgeschäfte geführt werden. Damit gibt es für rund 50 der insgesamt etwa 90 Standorte eine gesicherte Nachfolge. Für rund zehn weitere Filialen laufen noch Gespräche mit selbständigen Kaufleuten.
„Die aktuellen Entwicklungen schaffen wichtige Klarheit. Wir konnten, trotz eines herausfordernden Marktumfeldes, tragfähige Lösungen erarbeiten, die sowohl wirtschaftliche Rahmenbedingungen als auch die Nahversorgung in vielen Regionen berücksichtigen“, sagt Unimarkt-Geschäftsführer Andreas Hämmerle.
Keine Lösung konnte hingegen für rund 30 Standorte gefunden werden. Sie werden mangels wirtschaftlicher Perspektive schrittweise geschlossen. Für die betroffenen Mitarbeiter wurde bereits im Oktober 2025 ein Sozialplan vereinbart.
Regional verteilen sich die fixierten Übergaben vor allem auf Oberösterreich mit 21 Standorten, gefolgt von der Steiermark (16) und Niederösterreich (9). Weitere Filialen liegen in Salzburg und im Burgenland. Die übernommenen Standorte sollen unter neuer Führung weitergeführt werden – mit dem Ziel, die Nahversorgung vor Ort aufrechtzuerhalten.
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