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Auch fünfte KV-Verhandlungsrunde bei Ordensspitälern OÖ ohne Einigung

Tips Logo Karin Seyringer, 05.02.2026 10:15

OÖ/LINZ. Weiter keine Einigung gibt es bei den Kollektivvertragsverhandlungen für das nicht-ärztliche Personal der Ordensspitäler OÖ. Während die Gewerkschaft vida nach der fünften Runde am Mittwoch von „weiterhin keinem ernsthaften Angebot der Arbeitgeber“ spricht, sehen die Ordensspitäler OÖ ein vorgelegtes „Gesamtpaket, das faire Rahmenbedingungen mit wirtschaftlicher Verantwortung verbindet.“ Jetzt wird in einer Unterarbeitsgruppe gesprochen, die nächste Runde ist am 24. Februar angesetzt.

Am 22. Jänner wurde an den Oö. Ordensspitälern gestreikt. (Foto: VOLKER WEIHBOLD)
Am 22. Jänner wurde an den Oö. Ordensspitälern gestreikt. (Foto: VOLKER WEIHBOLD)

„Trotz Entgegenkommen seitens des gewerkschaftlichen Verhandlungsteams zeigte die Arbeitgeberseite bei zentralen Forderungen weiterhin keine Kompromissbereitschaft. Die Gewerkschaft vida fordert die Arbeitgeber auf, bis Mittwoch kommender Woche ihr Angebot nachzubessern. In einer Arbeitsgruppe sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden. Danach beginnen die Beschäftigten erneut eine Befragung zum Verhandlungsstand und weiteren Maßnahmen“, teilt vida nach der fünften Runde mit.

37 Stunden-Woche statt 35

Wie die Gewerkschaft auch mitteilt, hat sie ihre Forderungen runtergeschraubt:  Ursprünglich wurden eine schrittweise Umsetzung der 35-Stunden-Woche bis 2030 sowie Lohn- und Gehaltsanpassungen, die die Teuerung abgelten, gefordert.

In der fünften Runde zeigten sich die vida-Verhandler laut eigenen Angaben bereit, den angebotenen Gehaltsabschluss des öffentlichen Dienstes (3,3 Prozent Plus ab 1. Juli 2026), anzunehmen. „Bei gleichzeitiger schrittweiser Arbeitszeitverkürzung. In drei Jahren soll die Arbeitszeit auf 37 Stunden gesenkt werden, wie es bereits im Kollektivvertrag der Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) der Fall ist“, so Martina Reischenböck, KV-Verhandlerin und oö. Gesundheitssprecherin der Gewerkschaft vida.

Dieser Vorschlag sei machbar und planungssicher, kritisiert sie „kaum Bewegung“ seitens der Arbeitgeber.

Ordensspitäler sehen „umfassende Gesamtpaket“

Wie die Ordensspitäler OÖ mitteilen, sei von Arbeitgeberseite ein „umfassendes Gesamtpaket vorgelegt, das faire Rahmenbedingungen für die Beschäftigten mit wirtschaftlicher Verantwortung verbindet.“

Das derzeitige Angebot umfasst das zuvor schon angebotene Lohn- und Gehaltsplus sowie Valorisierung der Zulagen um 3,3 Prozent ab 1. Juli 2026, einen Sonderurlaub sowie das Aussetzen der Anhebung der Kosten für Personalverpflegung und Parkgebühren.

„Spielraum bestmöglich genutzt“

„Wir bedauern, dass heute noch kein Abschluss erzielt werden konnte. Gleichzeitig begrüßen wir, dass wieder eine konstruktive Gesprächskultur an den Verhandlungstisch zurückgekehrt ist“, so Johann Minihuber, Geschäftsführer der Oö. Ordensspitäler Koordinations GmbH, nach der fünften Runde.

„Als öffentlich finanzierte Einrichtungen sind wir an klar definierte finanzielle Rahmenbedingungen gebunden. Innerhalb dieses Rahmens haben wir den vorhandenen Spielraum bestmöglich genutzt, um ein verantwortungsvolles Angebot vorzulegen“, erläutert Carmen Breitwieser, Verhandlungsleiterin der Ordensspitäler Oberösterreich.

Die Gewerkschaft vida sieht angesichts des finanziellen Spielraums auch die Landespolitik gefordert.

Unterarbeitsgruppe ab Montag

Auch seitens der Spitäler wird betont, dass ab kommenden Montag im Rahmen einer Unterarbeitsgruppe Möglichkeiten zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Beschäftigten behandelt würden.

Der nächste Verhandlungstermin in großer Runde ist für den 24. Februar vorgesehen.

Zu den Ordensspitälern OÖ zählen das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz, das Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern Elisabethinen, Krankenhaus Barmherzige Schwestern Ried, das Krankenhaus St. Josef Braunau, das Klinikum Wels-Grieskirchen sowie das Krankenhaus Sierning.

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