24 Millionen Euro für Sozialwirtschaft-KV-Erhöhungen in Oberösterreich
Ö/OÖ. Bei den Kollektivvertragsverhandlungen für die Sozialwirtschaft in Österreich kam es wie berichtet Ende Jänner zu einer Einigung. Wie Land OÖ, Gemeinde- und Städtebund am Freitag mitteilen, werden in OÖ rund 24 Millionen Euro dafür bereitgestellt.

Der Kollektivvertrag für die Sozialwirtschaft - für rund 130.000 Beschäftigte im privaten Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich - steigt mit April 2026 um 2,6 Prozent, im Jänner 2027 um mindestens 2,3 Prozent, abhängig von der Inflationsrate.
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Land Oberösterreich sowie Städte und Gemeinden übernehmen die Kosten des Kollektivvertragsabschlusses, teilen diese am Freitag gemeinsam mit.
„Der erzielte Kollektivvertragsabschluss in der Sozialwirtschaft schafft in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten faire Rahmenbedingungen für die Beschäftigten und Planungssicherheit für die Träger. Das Land Oberösterreich sowie die Städte und Gemeinden werden als wesentliche Auftraggeber im Sozialbereich den beauftragten Organisationen - konkret jenen Organisationen und Einrichtungen, die sich an den Abschluss des SWÖ-KV anlehnen bzw. nach diesem entlohnen - die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen, um den Gehaltsabschluss übernehmen zu können.“ Dafür werden und 24 Millionen Euro bereitgestellt.
„Klares Zeichen“
„Soziale Arbeit ist eine tragende Säule unseres Zusammenhalts. Mit der Übernahme der Kosten setzen wir gemeinsam mit Städten und Gemeinden ein klares Zeichen der Wertschätzung und sorgen zugleich für Stabilität und Planungssicherheit im oberösterreichischen Sozialbereich“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP).
Von einem in herausfordernden Zeiten vertretbaren Abschluss der Verhandlungspartner spricht Sozial-Landesrat Christian Dörfel (ÖVP). „Daher unterstützen wir diesen gemeinsamen Weg und tragen diesen Abschluss mit. Damit setzen das Land Oberösterreich, die Gemeinden und die Städte ein klares Zeichen der Wertschätzung gegenüber allen, die das soziale Netz in Oberösterreich tragen.“
„Stabilität wichtig“
„Gerade in herausfordernden Zeiten ist es wichtig, Stabilität zu gewährleisten und faire Arbeitsbedingungen sicherzustellen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sozialbereich leisten tagtäglich unverzichtbare Arbeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Mit der gemeinsamen Finanzierung des Kollektivvertragsabschlusses wird ein starkes Signal der Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten gesetzt und zugleich die Leistungsfähigkeit unserer sozialen Einrichtungen gestärkt“, dankt Städtebund-Vorsitzender, Linz-Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ) den Sozialpartnern für die konstruktiven Verhandlungen.
Gemeindebund OÖ-Präsident, Bürgermeister von Schlatt (Bezirk Vöcklabruck) Christian Mader (ÖVP) betont ebenfalls die unverzichtbare Arbeit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort. „Auch wenn sich die Einnahmensituation für das Jahr 2026 und darüber hinaus als äußerst angespannt und herausfordernd darstellt, sind wir bereit, diese spürbare und nachhaltige Gehaltsanpassung im Gemeindebereich mitzutragen. Damit schaffen wir faire Rahmenbedingungen für die Beschäftigten und geben den Trägerorganisationen die notwendige Planungssicherheit.“


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