Stelzer: „Chancen und Möglichkeiten in ernsthaften Zeiten nutzen“
OÖ/LINZ. Rund 600 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft sind der Einladung von Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) ins Linzer Musiktheater gefolgt, zur Zukunftsveranstaltung „Land der Möglichkeiten“ 2026. Stelzer: „Ja, wir haben ernsthafte Zeiten, Zeiten voller Notwendigkeiten, aber wir können daraus Chancen und Möglichkeiten machen.“

„In der Politik, also der Gesellschaftsgestaltung, gibt es einen klaren Auftrag und auch ein immer gültiges Ziel: für ein gutes Leben für alle zu sorgen“, so Stelzer. „Politik ist ein ernstes, verantwortungsvolles Geschäft. Sie ist kein Tummelplatz für Glücksritter oder Büttenredner.“
Mit Blick auf die aktuelle Lage betonte er in seiner Rede, dass sich die Rahmenbedingungen spürbar verändert haben: „Unsere Zeit ist ernsthafter geworden. Es ist nicht die Zeit, sich mit Schnörkeln und Ausschmückungen zu beschäftigen, sondern mit dem Wesentlichen.“ Für viele, auch für viele Familien, gehe es zurzeit sehr um das Wesentliche. „Daher will ich, dass wir die Sorgen ernst nehmen. Das ist auch unser Auftrag.“
Sicherung von Wohlstand und Arbeitsplätzen
„Ja, wir haben ernsthafte Zeiten, Zeiten voller Notwendigkeiten, aber wir können daraus Chancen und Möglichkeiten machen. Wir haben Vorteile und wir werden sie auch einsetzen“, so Stelzer.
Ein zentraler Schwerpunkt seiner Rede lag auf der wirtschaftlichen Entwicklung und der Sicherung von Wohlstand und Arbeitsplätzen. „Für unsere Art zu leben, für unseren Wohlstand, kann es kein Ziel sein und reicht es auch nicht, dass wir, wie in den letzten Jahren rund um die Nulllinie bewegen. Wir brauchen Entwicklung und Wachstum.“
Und weiter: „Die Europäische Union bietet gerade für uns als wirtschaftlich starkes Land Chancen und Möglichkeiten. Daher wollen und müssen gerade wir als starke Wirtschaftsregion sie auch mitgestalten. „Unsere Chance liegt darin, die Europäische Union zu nutzen – nicht darin, sie abzuschaffen.“
Genehmigungen „in drei statt in vier Monaten“
Konkret wurde Stelzer beim Thema Tempo und Effizienz: „Auch wenn unser Rechtsstaat vorsieht, dass Betriebsanlagengenehmigungen in vier Monaten abgewickelt werden müssen: Ich will, dass wir schneller sind. Meine Zielvorstellung ist, dass wir das in Oberösterreich in drei Monaten statt in vier erledigen.“
Erfolgsgeschichten aus Oberösterreich
Bei der Veranstaltung „Land der Möglichkeiten“ wurden auch einige Erfolgsgeschichten aus Oberösterreich präsentiert: In einer Talkrunde mit Stelzer zu Gast waren IT:U-Forscherin Jie Mei (Forschung an der Schnittstelle von Natürlicher und KI), EFKO-Geschäftsführer Thomas Krahofer und Extremsportler Lukas Kaufmann. Sie sprachen über Leistung, Innovation und internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Für weitere Impulse sorgte Keynote-Speakerin Nina Ofenloch.
Auch das Bühnenprogramm spiegelte den Anspruch eines „Vorsprung Oberösterreich“ wider: Ein Ensemble des Linzer Pop-BORG verband Anton Bruckner mit modernen Musikstilen. Mit Jonglissimo begeisterte zudem ein mehrfacher Weltmeister aus Oberösterreich.


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