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OÖ. Kaum ein Wildtier sorgt derzeit für so viel Diskussionen wie der Wolf. Während Naturschützer die Rückkehr des Tieres als Erfolg feiern, wächst bei vielen Landwirten die Sorge. Klar ist: Der Wolf ist wieder fester Bestandteil der heimischen Natur – und stellt das Land vor neue Herausforderungen.

Symbolbild. (Foto: Willy Mobilo/stock.adobe.com)
Symbolbild. (Foto: Willy Mobilo/stock.adobe.com)

„Der Wolf ist nach Oberösterreich zurückgekehrt – und mit ihm neue Herausforderungen für Mensch, Tier und unsere Kulturlandschaft“, sagt Agrar- und Jagd-Landesrätin Michaela Langer-Weninger (ÖVP).

Tatsächlich zeigen die Zahlen einen klaren Trend: Österreichweit wurden 2025 mindestens 121 Wölfe nachgewiesen – deutlich mehr als noch im Jahr zuvor. Auch Oberösterreich ist Teil dieser Entwicklung, vor allem das Mühlviertel entwickelt sich zunehmend zum Hotspot.

Vier Rudel im Norden

Im nördlichen und östlichen Mühlviertel wurden inzwischen vier Wolfsrudel bestätigt: in Arbesbach, Gutenbrunn, Harmanschlag und im Böhmerwald.

Dass sich der Wolf wohl dauerhaft ansiedelt, zeigen auch moderne Monitoringmethoden: Rund 100 Fotobelege sowie DNA-Analysen liefern detaillierte Einblicke in die Lebensweise der Tiere.

„Das Monitoring ist die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen. Nur wenn wir genauwissen, wo sich Wölfe aufhalten und wie sie sich verhalten, können wir sachlich undzielgerichtet handeln“, betont Langer-Weninger.

Weniger Risse

Während in alpinen Regionen Österreichs die Zahl der gerissenen Tiere steigt, ist sie in Oberösterreich zuletzt rückläufig gewesen.

Dennoch bleibt die Lage angespannt. In den vergangenen drei Jahren wurden 314 Wolfssichtungen gemeldet, rund 190 Verdachtsfälle untersucht und 29 Risse eindeutig bestätigt.

Geld für Schutzmaßnahmen

Um Schäden zu reduzieren, investiert das Land verstärkt in Prävention: Über 120.000 Euro flossen seit 2023 in Herdenschutzmaßnahmen wie Zäune, GPS-Tracker oder Herdenschutzhunde. Zusätzlich wurden etwa 35.000 Euro an Entschädigungen ausbezahlt.

Ein zentraler Baustein ist die Wolfsmanagementverordnung. Sie regelt den Umgang mit auffälligen Tieren und ermöglicht im Ernstfall auch Abschüsse – wobei bisher keine umgesetzt wurden.

Wolfsbeauftragter Philipp Engleder-Öhler sieht vor allem im Monitoring den Schlüssel: „Je konsequenter Sichtungen, Rissereignisse, Wolfsbilder oder sonstige Hinweise an das Wolfsmanagement gemeldet werden, desto fundierter und flächendeckender wird unser Monitoring“.


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