24 Millionen Euro treiben Spitzenforschung in Oberösterreich weiter voran
OÖ/LINZ. Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) hat das „CREATE!“-Zentrum am Linz Center of Mechatronics (LCM) als neues COMET-Zentrum mit einem Forschungsvolumen von 24 Millionen Euro (2027 bis 2030) genehmigt. Der Bund fördert das Programm mit acht Millionen Euro, das Land OÖ beteiligt sich mit vier Millionen Euro.

Ziel des Forschungszentrums ist es, Innovationen schneller aus den Forschungslaboren in die industrielle Praxis zu bringen. Im Mittelpunkt stehen moderne digitale Produktentwicklung sowie die Verbindung von Mechatronik mit Künstlicher Intelligenz, Digitalisierung und Automatisierung.
„Oberösterreich ist forschungsstark. In dynamischen Zeiten geht es mehr denn je darum, Innovationen noch schneller in die Anwendung zu bringen. Genau hier setzt „CREATE!“ an: mehr Tempo, höhere Effizienz, schnellere Umsetzung“, betont Wirtschafts- und Forschungslandesrat Markus Achleitner (ÖVP).
Von der Bremse im Weltraum bis zum elektrifizierten Schiffsantrieb
Das Linz Center of Mechatronics gilt seit mehr als 25 Jahren als wichtige Schnittstelle zwischen Forschung und Wirtschaft. Als Forschungs- und Entwicklungsdienstleister entwickelt das Zentrum neue Technologien gemeinsam mit Unternehmen weiter und unterstützt deren Umsetzung in marktfähige Produkte.
CREATE! baut auf dem bisherigen COMET-Zentrum „Symbiotic Mechatronics“ auf, das Ende dieses Jahres ausläuft. Künftig soll der Fokus noch stärker auf Geschwindigkeit und Umsetzung liegen. Referenzprojekte des LCM reichen von einer magnetischen Bremse für den Einsatz im Weltraum über einen elektrifizierten Schiffsantrieb bis hin zu einem 700-Kilowatt-Generator für Wasserkraftanlagen.
„CREATE! heißt schaffen: Wir bringen Technologien noch schneller dorthin, wo sie wirken – in die industrielle Anwendung. Als Innovation Enabler beschleunigen wir Entwicklungsprozesse und erhöhen die Umsetzungsgeschwindigkeit für unsere Industriepartner signifikant“, erklären die LCM-Geschäftsführer Johann Hoffelner und Manfred Nader.
Schwerpunkte
Drei Forschungsschwerpunkte stehen im Mittelpunkt: leistungsfähige Antriebssysteme und automatisierte Entwicklung, Simulationen und digitale Zwillinge sowie sichere Sensortechnologien und Datenanalyse.
An dem Programm beteiligen sich zahlreiche Industrieunternehmen, darunter BRP-Rotax, Engel, KEBA, Primetals Technologies und voestalpine. Gemeinsam arbeiten sie mit rund 20 Instituten und Forschungsgruppen der JKU sowie internationalen Forschungspartnern zusammen.
Auch Upper Austrian Research (UAR) sieht die Genehmigung als wichtigen Erfolg. „Wir freuen uns, dass sich das Zentrum erneut im harten Wettbewerb beweisen konnte“, sagt UAR-Geschäftsführer Wilfried Enzenhofer.
OÖ Beteiligung in Leoben
Neben CREATE! erhielt auch das COMET-Zentrum „Integrated Materials Intelligence“ (IMI) der Materials Center Leoben GmbH eine Förderzusage. Dort soll KI dabei helfen, neue Materialien und Produktionsverfahren schneller zu entwickeln. Mit voestalpine Stahl, AMAG und Linsinger Maschinenbau sind auch hier mehrere oberösterreichische Leitbetriebe beteiligt. Das Land OÖ unterstützt dieses Forschungsprogramm in den kommenden vier Jahren mit rund 830.000 Euro.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden