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Medienförderung Neu: Gratis-Regionalzeitungen sollen bei Zustellungsförderung leer ausgehen

Tips Logo Online Redaktion, 28.07.2026 14:28

OÖ. Mit einem neuen Medienpaket will die Bundesregierung Journalismus stärken und für eine resiliente Medienlandschaft sorgen. Die Ausgestaltung einer geplanten Zeitungszustellungsförderung sorgt allerdings für Kritik: Der Verband der Regionalmedien Österreichs (VRM) sieht Ungleichbehandlung.

Der VRM vertritt über 200 verschiedene Zeitungstitel, darunter Tips. (Foto: Tips)
Der VRM vertritt über 200 verschiedene Zeitungstitel, darunter Tips. (Foto: Tips)

Ab 2028 sollen die bestehenden Medienförderungen schrittweise auf eine neue Journalismusförderung umgestellt werden – mit Fokus auf die Sicherung journalistischer Arbeitsplätze und redaktioneller Leistungen. Die Fördervoraussetzungen rücken die Qualität der journalistischen Arbeit in den Mittelpunkt.

Für 2027 und 2028 werden je 22,5 Millionen Euro für digitale Transformation zur Verfügung gestellt. Auch werden ab 2027 die Mittel für die Stärkung von Medienkompetenz erhöht.

Zustellungsförderung

Für 2027 und 2028 sind zudem je 22,5 Millionen Euro für eine Zeitungszustellungsförderung vorgesehen. Dazu Medienminister Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ): „Der Wohnort darf bei der Verfügbarkeit von qualitätsvollen und sicheren Informationen keine Rolle spielen. Es muss egal sein, ob jemand am Land lebt oder in der Stadt – alle sollen einen Zugang zu Qualitätsjournalismus erhalten.“

Vorgesehen ist diese Förderung allerdings nur für abonnierte Tages- und Wochenzeitungen. Ausgenommen sind Gratiszeitungen – auch jene, die wie Tips an die Haushalte zugestellt werden.

Kritik an Ungleichbehandlung

Der VRM begrüßt die Neuauflage des Fonds für digitale Transformation und die stärkere Förderung der Medienkompetenz, sieht in der Ausgestaltung der Zustellungsförderung aber Diskriminierung. „Da Gratiszeitungen auch von der klassischen Presseförderung und damit auch der bestehenden Vertriebsförderung dezidiert ausgeschlossen sind, verursacht die neue Zustellungsförderung eine massive Verschärfung der vorhandenen Wettbewerbsverzerrung“, so VRM-Präsident Friedrich Dungl. „Damit wird es für die Regionalzeitungen zunehmend schwieriger, ihrer Rolle als Informationsquelle für jene Nachrichten nachzukommen, die den Menschen laut Media-Analyse am wichtigsten sind: Ereignisse in der nächsten Umgebung, die das Lebensumfeld unmittelbar betreffen und in überregionalen Medien kaum oder gar nicht behandelt werden können. Die Mitglieder des VRM bieten analogen und niederschwelligen Zugang als Tor zur Region. Für Alle. Kostenlos. Und somit unter Vermeidung einer Zweiklassen-Gesellschaft der Information.“

Der VRM vertritt über 200 verschiedene Zeitungstitel mit einer Gesamtauflage von etwa 7,8 Mio. Exemplaren pro Erscheinungstermin.


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