Bäuerinnen aus ganz Oberösterreich kamen in Linz zusammen
OÖ/LINZ. Rund 350 Bäuerinnen aus ganz Oberösterreich kamen in der Landwirtschaftskammer OÖ Linz Auf der Gugl zusammen. Beim Bäuerinnentag standen Weiterbildung, rechtliche Fragen, neue Einkommensmöglichkeiten und die Vernetzung im Mittelpunkt.

Information, Beratung und Austausch bestimmten den Bäuerinnentag in der Landwirtschaftskammer OÖ. Anlässlich des Internationalen Jahres der Bäuerin trafen sich Bäuerinnen aus allen Regionen Oberösterreichs, um aktuelle Informationen in ihre Gemeinden weiterzutragen.
Ein Schwerpunkt lag auf der Weiterbildung. „Weiterbildung bedeutet für Bäuerinnen einen Gewinn an Wissen und Fähigkeiten, sowohl für den Betrieb als auch für die persönliche Entwicklung. Sie hilft dabei, landwirtschaftliche Betriebe zukunftsfit zu gestalten, neue Einkommensmöglichkeiten zu erschließen und erfolgreich auf Veränderungen in Landwirtschaft, Umwelt und Gesellschaft zu reagieren. Zudem unterstützt sie den Einsatz moderner Technologien und innovativer Bewirtschaftungsmethoden. Gleichzeitig stärkt Weiterbildung Selbstvertrauen, persönliche Entfaltung und Resilienz im anspruchsvollen Alltag“, erklären LK OÖ-Präsident Franz Waldenberger, Vizepräsidentin Rosemarie Ferstl sowie die Vorsitzende des Bäuerinnenausschusses in der Landwirtschaftskammer OÖ, Johanna Haider, die Motivation, warum dieser Bäuerinnentag heute erstmals in der Landwirtschaftskammer OÖ organisiert wurde.
Frauenanteil in den agrarischen Gremien erhöhen
Die Landwirtschaftskammer will zudem den Frauenanteil in agrarischen und politischen Gremien erhöhen. Angestrebt werden mindestens 30 Prozent. Im April 2026 unterzeichneten laut Landwirtschaftskammer erstmals elf Verbände eine Charta für partnerschaftliche Interessenvertretung.
Zur Qualifizierung von Frauen in ihrer Rolle als Funktionärinnen werden eigene Weiterbildungsangebote entwickelt. Heuer ist ein Zertifikatslehrgang im Bezirk Gmunden-Vöcklabruck vorgesehen.
Beim Bäuerinnentag wurden außerdem Beratungs- und Bildungsangebote vorgestellt. Fachleute informierten unter anderem zu Sozialversicherung, Direktvermarktung, Urlaub am Bauernhof sowie Betriebs- und Innovationsberatung.
Auch neue Geschäftsfelder für landwirtschaftliche Betriebe waren Thema. „Bäuerinnen sind Brückenbauerinnen zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft“, so Vizepräsidentin Rosemarie Ferstl. Mit ihren Ideen und ihrem Unternehmergeist würden sie zur Weiterentwicklung bäuerlicher Familienbetriebe beitragen.








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