Einkommensgrenze der oö. Fernpendlerbeihilfe steigt auf 38.000 Euro
OÖ. Das Land OÖ hebt die Einkommensgrenze für die oö. Fernpendelbeihilfe an. Ab 1. November liegt sie bei 38.000 Euro steuerpflichtigem Jahreseinkommen. Bisher betrug die Grenze 35.000 Euro. Das Land rechnet dadurch mit rund 4.000 zusätzlichen Anträgen.

Die neue Grenze entspricht bei Arbeitnehmern je nach persönlicher Situation einem Jahresbruttogehalt von rund 52.000 bis 54.000 Euro. Das sind monatlich etwa 3.700 bis 3.850 Euro brutto.
Auch die Einkommensgrenze für Familien wird angepasst. Sie erhöht sich künftig je Kind um 3.800 Euro, bisher waren es 3.500 Euro. Bei zwei Kindern liegt die Grenze damit bei 45.600 Euro steuerpflichtigem Jahreseinkommen.
Bereits abgelehnte Anträge werden geprüft
Anträge, die wegen der bisherigen Einkommensgrenze abgelehnt wurden, sollen laut Land OÖ nochmals geprüft werden. Ein neuer Antrag sei dafür nicht erforderlich.
Anspruch auf die Fernpendelbeihilfe haben grundsätzlich Personen, die regelmäßig zwischen Hauptwohnsitz und Arbeitsort pendeln. Die einfache Strecke zwischen Wohn- und Arbeitsgemeinde muss mindestens 25 Kilometer betragen. Die Förderung gilt auch für Pendler, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen.
Fördersätze seit 2025 höher
Bereits mit dem Pendeljahr 2025 wurden die Fördersätze der Fernpendelbeihilfe erhöht. Bei zwölf anrechenbaren Pendelmonaten beträgt die Unterstützung bei einer Entfernung von 25 bis 49 Kilometern 229 Euro. Für 50 bis 74 Kilometer sind es 322 Euro, ab 75 Kilometern 442 Euro.
Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) verweist auf die Belastung durch hohe Treibstoffpreise. „Den Ölpreis auf den Weltmärkten können wir nicht beeinflussen. Aber wir können sehr wohl dafür sorgen, dass die Folgen für unsere Landsleute abgefedert werden. Deshalb habe ich mich beim Bund für eine stärkere Spritpreisbremse eingesetzt und deshalb legen wir jetzt auch in Oberösterreich nach. Gerade jene, die jeden Tag viele Kilometer zur Arbeit fahren müssen, spüren hohe Spritpreise besonders. Sie wollen wir gezielt entlasten.“
SPÖ verweist auf geplante Anfrage im Landtag
Die SPÖ sieht einen Erfolg: „Herr Landeshauptmann Stelzer weiß, dass ich ihm am Donnerstag zu Beginn der Landtagssitzung eine Mündliche Anfrage stelle: Warum im Pendler-Bundesland Oberösterreich ausgerechnet er als zuständiger Landeshauptmann die arbeitenden Menschen bei den Fernpendlerbeihilfen im Stich lässt“, so SPÖ-Sozialsprecherin und Klubvorsitzende Sabine Engleitner-Neu. Jetzt habe er plötzlich selbst Einsicht, die Beihilfe wieder einer angemessenen Personengruppe zur Verfügung zu stellen, sieht sie „Schadensbegrenzung in letzter Sekunde“.








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