555 Jahre Fresken in Ostermiething – ein mittelalterliches Kleinod
OSTERMIETHING. „Betritt man diesen Raum, verlässt man das 21. Jahrhundert“, sagte Ostermiethings Kulturreferent Karl Hager bei der Jubiläumsfeier. Der mittelalterliche Freskenraum in Ostermiething überdauert bereits 555 Jahre.

Ein wahres mittelalterliches Kleinod, das es kaum ein zweites Mal in dieser Form gibt, beherbergt ein eher unscheinbares Haus in Ostermiething. Erbaut im Jahr 1462, hat sich ein Pfarrer darin damals einen Raum mit wunderschönen Fresken ausmalen lassen. Die detailreichen und heute etwas kurios anmutenden Malereien erzählen etwa von einer „verkehrten Welt“ oder der mittelalterlichen Jagd. „Wir erfahren dadurch viel von der damaligen Zeit“, betonte Ostermiethings Kulturreferent Karl Hager. Während das Haus selbst in all den Jahren einen stetigen Wandel vom Pfarrhof über Krankenhaus bis hin zu Altenheim und jetzt Wohnhaus erlebte, hat der Freskenraum die mittlerweile 555 Jahre gut überstanden.
Jubiläumsfeier mit Besichtigung
Zahlreiche Interessierte nahmen an der kleinen Jubiläumsfeier mit Besichtigung der Fresken teil. „Wer sie noch nicht gesehen hat, wird begeistert sein. Und wer sie so wie ich schon zehnmal gesehen hat, wird wieder etwas Neues entdecken“, versprach Bürgermeister Gerhard Holzner bei seiner Begrüßungsrede. Der Freskenraum, der sich in Privatbesitz befindet, kann nach Anmeldung beim Gemeindeamt gemeinsam mit Karl Hager besichtigt werden.


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