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OTTENSCHLAG. Paul Kirchberger hat mit heuer das Bürgermeisteramt von Christa Jager übernommen. Gerade in der konstituierenden Sitzung noch bestätigt, musste er seinen Beginn gleich mit der Krise meistern.

Paul Kirchberger; Foto: Gemeinde Ottenschlag
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Tips: Sie haben mit Februar 2020 das Amt von Christa Jager übernommen. Wie blicken Sie als Bürgermeister auf die vergangenen Wochen zurück?

Kirchberger: Richtig im Amt bin ich erst seit 13. März nach der konstituierenden Sitzung. Die haben wir gerade noch vor dem Lock-Down hinbekommen. Angefangen hat die erste Zeit gleich mit den Corona-Auflagen, mit Absagen und auch die Gemeinde war gesperrt. Da haben wir auf Homeoffice umgestellt und viel über das Telefon abgewickelt. Zuerst sind alle Baustellen eingestellt worden. Jetzt erst konnte das Bauprojekt beim Ortsteich fertig gestellt werden. Dort wurde das alte Feuerwehrhaus weggerissen, weil wir in den Bereichen Arzt, Hilfswerk und Teich Parkplätze benötigt haben. Den Teich haben wir gleich mit einer neuen Mauer mit einbetonierter Sitzgelegenheit gemacht.

Tips:Welches Ziel haben Sie sich als Bürgermeister gesetzt?

Kirchberger: Ziele gibt es viele. Wir wollen einmal schauen, dass wir glasfasermäßig aufrüsten. Wir haben ein Projekt mit der neuen Mittelschule, die können wir heuer noch anschließen. Gegenüber der Mittelschule werden wir Parkstreifen dazu machen, da bei Veranstaltungen oft zu wenige Parkplätze waren. Dann wollen wir in Zukunft den Kindergarten im Außenbereich sanieren. Was noch nicht abgeschlossen ist, ist die LED-Beleuchtung. Den Wegebau wollen wir ordentlich über die Bühne bekommen.

Tips:Was waren die größten Herausforderungen in der Krise?

Kirchberger: Das war natürlich, dass wir die Verordnungen und die Auflagen richtig und schnell umsetzen. Dafür möchte ich mich gleich bei der Bevölkerung für die tolle Zusammenarbeit und Disziplin bedanken. Die normale Gemeindearbeit wie Vermessungen und Bauvorhaben, Kommissionen haben wir nach Möglichkeit durchgeführt, damit nicht alles stehen bleibt. Vieles, wie Sitzungen, musste verschoben werden. Das trifft uns jetzt – wir sind derzeit im Vollstress, weil wir das einholen müssen.

Tips:Mit welchen Problemen und Anliegen sind die Menschen in den letzten Wochen auf Sie als Bürgermeister zugekommen?

Kirchberger: Seitens der Gemeinde wurde ein Notdienst für gefährdete Personen eingerichtet. Da möchte ich mich auch bei den Freiwilligen bedanken, die Einkaufsdienste durchgeführt haben. Es haben sich sehr viele untereinander geholfen, das war für mich als Bürgermeister schön anzuschauen. Es hat immer wieder Anfragen bezüglich Bauvorhaben und Hochzeitsfeiern gegeben, auch Müllanfragen, weil das Altstoffsammelzentrum gesperrt war.

Tips:Wie sieht die Zukunft aus, gibt es Pläne für Projekte in nächster Zeit?

Kirchberger: Es gibt immer wieder Projekte wie Kindergarten, Glasfaser et cetera. Zur Sicherung der Wasserversorgung haben wir ein Notstromaggregat beschlossen. Mit der Bevölkerung und meinem Team des Gemeinderates wollen wir eine lebenswerte Zukunft für Ottenschlag gestalten, sprich Umwelt, Gestaltung und die Topothek als Archivschatz weiter ausbauen, wo die Geschichte des Ortes gespeichert ist.

Tips:Auf was ist die Marktgemeinde besonders stolz?

Kirchberger: Auf unsere Vereine, angefangen von der Feuerwehr, die im September die 150-Jahrfeier hat, über die Musik, die Sportunion, dem Chor und viele mehr.

Tips:Wie sieht es mit der Entwicklung der Infrastruktur aus?

Kirchberger: Wir haben eine gute Infrastruktur. Es gibt Arzt, Banken, Apotheke, Supermarkt, sogar drei Bankomaten in Ottenschlag, das Rehazentrum, Feuerwehr, vom Autohaus über Raumausstatter bis hin zu Kaffeehäusern, Gasthäuser, Bäckerei ist alles da. Bei der Bevölkerung schwanken wir so um die 1.000 Einwohner für die Marktgemeinde. Das ist ziemlich gleichbleibend den letzten Jahren gegenüber.

Tips:Was macht der Bürgermeister abseits seiner Amtszeit?

Kirchberger: Am liebsten spielt der mit seinen zwei Enkeln. Ansonsten mache ich gerne Sport, Tennis spielen und Luftgewehr schießen, bei dem ich vor zwei Jahren Vizelandesmeister war. Früher war der Verein in Armschlag, Meisterschaften schieße ich in Rastenfeld. Und der Bürgermeister tut auch am Stausee am Boot gerne relaxen.


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