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Bezirk. Ein Unfall mit Schwerverletzten, vor Ort ist das Rote Kreuz und hilft den Unfallopfern. Doch das ist nicht die einzige Leistung, die die Rettungsorganisation im Bezirk erbringt.
 

Gerald Roth, Eveline Leinweber und Silke Pachinger im Sozialmarkt in Ottensheim Fotos: Hamedinger
  1 / 2   Gerald Roth, Eveline Leinweber und Silke Pachinger im Sozialmarkt in Ottensheim Fotos: Hamedinger

Von ANDREAS HAMEDINGER

Donnerstag, 9 Uhr. Heute hat der Sozialmarkt in Ottensheim geschlossen, daher herrscht heute keine Hektik. So bleibt Zeit, sich mit Eveline Leinweber, die im Sozialmarkt arbeitet, zu unterhalten: „An zwei Tagen können Bedürftige hier Lebensmittel und notwendige Hygieneartikel zu verbilligten Preisen einkaufen. Etwa 260 Personen – etwa zwei Drittel haben Migrationshintergrund – kaufen hier regelmäßig lebensnotwendige Dinge ein.“ Pro Einkauf dürfen höchstens fünfzehn Euro pro Person ausgegeben werden, im Durchschnitt sind es jedoch nur 8 bist 9. Möglich sind die verbilligten Preise nur durch den Umstand, dass Händler dem Markt nicht verkäufliche Ware überlassen und das Rote Kreuz diese transportiert und sich ehrenamtliche Mitarbeiter um deren Verkauf kümmern. Gerald Roth, Bezirksgeschäftsleiter des Roten Kreuzes Urfahr-Umgebung: „Nur durch unsere Ehrenamtlichen sind wir in der Lage, die Waren zu einem Drittel bis zu einem Viertel unter den normal üblichen Preisen anzubieten“

Geregelter Tagesablauf

Zwei Stunden später. Bad Leonfelden. Schnee fällt und es weht ein eisiger Wind. Gut, dass man von der Rotkreuz-Dienststelle nur einige wenige Meter zu drei kleinen Häusern hat. 50 Personen, davon 35 Kinder, aus Syrien, dem Irak und Afghanistan haben hier vorübergehend eine neue Heimat gefunden. Die vom Roten Kreuz errichteten Häuser bieten neben den Schlafzimmern noch einen gemeinsamen Aufenthaltsraum und eine Gemeinschaftsküche. „Die Flüchtlinge haben einen geregelten Arbeitsablauf. So besuchen die Kinder die örtlichen Schulen und es gibt Deutschkurse“, erklärt die langjährige Rot-Kreuz-Mitarbeiterin Silke Pachinger, die mit einem Vorurteil aufräumt: „Wir haben niemanden angestellt, der die Wohnungen putzt – das erledigen die Menschen – genauso wie das Kochen – selbst.“


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