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"Wunderbare Wettkämpfe auf wunderbarem Gewässer auszutragen" - Die Ruder-WM steht in den Startlöchern

Leserartikel Marlis Schlatte, 22.08.2019 16:47

OTTENSHEIM. Die Vorbereitungen für die Ruder-WM 2019 auf der Ottensheimer Regattastrecke laufen auf Hochtouren. Während an Land noch technische und organisatorische Arbeiten durchgeführt werden, ist auch auf der WM-Ruderstrecke schon einiges los.

Die Vorbereitungen laufen. Foto: Marlis Schlatte
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Einzelruderer und Ruderteams aus den verschiedensten Nationen nutzen die letzten Tage bis zu den ersten Läufen am Sonntag, um noch möglichst viel aus dem Training herauszuholen. Am Samstag, den 24. August, um 19.30 findet zunächst bei freiem Eintritt die Eröffnungsfeier statt, bei der die 2000 Athleten und zahlreich erwarteten Zuschauer in eine Welt der Sinne und des Rhythmus eintauchen können. Der Leitspruch „Mit weit geöffneten Augen hören“ ist in Anlehnung an den Rudersport gewählt. Denn die Ruderer, die ihren Blick immer Richtung Start gerichtet haben, orientieren sich in ihrer Umgebung auch durch das Hören.

Betroffenheit über verunglückten Pararuderer

Überschattet wird der Start des Sportevents jedoch von dem tödlichen Unfall des weißrussischen Pararuderers, der am Mittwoch vor WM Beginn am frühen Nachmittag gekentert und ertrunken ist. „Es war ein stiller Nachmittag für uns, ein sehr schwerer. Wir möchten unser aufrichtiges Beileid den Angehörigen und den Teamkollegen des Verunglückten aussprechen. Wir hoffen aber, dass dieses sportliche, freudige Event trotzdem in guter Atmosphäre über die Bühne gehen kann.“ spricht Horst Anselm, der Organisator und Präsident des Oberösterreichischen Ruderverbands, die Betroffenheit der WM-Beteiligten über den tödlichen Unfall aus.

Österreichische Medaillenhoffnung

Für Österreich ist die 29-jährige Kärntnerin Magdalena Lobnig die Medaillenhoffnung. Aufgrund einer Nebenhöhlenentzündung konnte sie im Training bisher nicht alles geben, jedoch plant sie spätestens zum Semifinale wieder topfit zu sein – denn da geht es um die Plätze für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. „Die Medaille hat man natürlich immer im Hinterkopf. Der Druck ist da, aber ich habe eine gewisse Erwartungshaltung an mich selbst und werde mich auch bestmöglich bei den Rennen präsentieren.“, so die Gewinnerin des Europameistertitels 2016 und der WM-Bronzemedaille 2017. „Der Semifinaltag wird sportlich sicher einer der spannendsten Tage sein“ ist sich auch Horst Anselm sicher. Bei der WM gehen auch einige junge, oberösterreichische Ruderer an den Start und dürfen ihre erste WM-Luft gleich in der Heimat schnuppern. Darunter der 22-jährige Ottensheimer Julian Schöberl, der mit seinem Partner Matthias Taborsky um eine Olympiaqualifikation kämpft. Die Vorläufe starten am Sonntagvormittag, die Semifinali und Finali finden dann ab Donnerstag, den 29. August, statt.

Gewinnbringend für Oberösterreich

„Wir haben die großartige Chance uns zu präsentieren und wunderbare Wettkämpfe auf wunderbarem Gewässer auszutragen“, verdeutlicht Horst Nussbaumer, Präsident des Österreichischen Ruderverbands. Auch Gerhard Wildmoser, Präsident des Executive Boards, sieht diese WM für die oberösterreichische Wirtschaft und Bekanntheit der Region als äußerst gewinnbringend. Ob die österreichischen Ruderer bei den Rennen in Ottensheim erfolgreich sind, wird sich zeigen – ein sportlich und kulturell großes Event wird die Ruder WM 2019, bei voraussichtlich guten Wetter, auf jeden Fall.


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