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Massive Ernteausfälle: Dürre macht Landwirtschaft zu schaffen

Michaela Primessnig, 12.08.2015 16:59

BEZIRK. Die anhaltende Trockenperiode mit Hitzetagen bei weit über 30°C bringt die Landwirtschaft erneut in Bedrängnis. Vor allem bei Mais, Soja und Zuckerrüben haben die Bauern mit massiven Ernteausfällen zu kämpfen.

Familie Kleinbruckner vulgo Nösterer in Pabneukirchen gemeinsam mit Landesrat Max Hiegelsberger
Familie Kleinbruckner vulgo Nösterer in Pabneukirchen gemeinsam mit Landesrat Max Hiegelsberger

Die Pflanzenbestände bei Mais und Soja leiden aktuell enorm. Die Wiesen haben das Wachstum eingestellt, die Grünlandernte entfällt im August fast völlig. Auch der Weizen hatte teilweise zu wenig Wasser bekommen und der Zuckerrübe geht es nicht besser. „Die Dürre trifft die Bauern an einem ganz wunden Punkt der aktuellen Marktsituation. Die Schweinepreise sind im Keller, der Milchmarkt sieht ebenso wenig rosig aus. Als Produktionsland Nummer eins leiden Oberösterreichs Bauern stärker unter Agrarmärkten und Klima“, zieht Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger eine Situationsbilanz. Dürreschäden im ganzen BezirkBezirksbauernkammer-Obfrau Rosi Ferstl ist seit zwei Wochen im Bezirk unterwegs, um sich von den Schäden ein Bild zu machen. „Am Anfang waren es nur einige, aber inzwischen zieht es sich durch den ganzen Bezirk“, so Ferstl. In Gesprächen mit Landesrat Hiegelsberger soll nun nach Lösungen gesucht werden. Problematisch sind vor allem auch die Futterausfälle. Alles was im Sommer noch angebaut worden ist, wird nicht mehr aufgehen. Die gesamte Futtergrundlage der Grünflächen fällt weg.Risikoversicherungssystem für Ernte gefordert

Zukäufe werden dringend notwendig sein, aber woher bekommen, wenn so viele einen so hohen Bedarf haben? Ferstl erhofft sich Unterstützung vonseiten des Landes, denn nicht in allen Bezirken sind die Schäden so massiv. „Wir müssen auf Basis eines Versicherungssystems die Ernterisiken umfassend absichern und zumindest das wirtschaftliche Risiko auf diese Weise minimieren“, fordert Hiegelsberger die Umsetzung auf Bundesebene ein.


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