Begegnungsplatz in Palting – der Friedensbezirk Braunau wächst weiter
PALTING. Seit 2008 nennt sich der Bezirk Braunau „Friedensbezirk“, um einen Kontrapunkt zum Geburtsstadtimage von Braunau zu setzen. Jetzt ist auch die Gemeinde Palting mit einem Beitrag dabei.

In 40 der 46 Braunauer Gemeinden gibt es bereits konkrete Friedenssymbole. Nun ist die Gemeinde Palting nachgezogen und hat den „Paltinger Begegnungsplatz“ neben dem Feuerwehrhaus mit Musikheim der Gemeindebevölkerung übergeben. Bürgermeister Franz Stockinger sagt: „Mit war es wichtig, einen Beitrag zum Friedensbezirk Braunau zu leisten. Nach intensiven Überlegungen wurde dieser Begegnungsplatz für die Bevölkerung und Besucher unserer Gemeinde zum Energietanken geschaffen.“ Bezirkshauptmann und Initiator des Friedensbezirkes, Georg Wojak meint dazu: „Kein Platz kann besser geeignet sein. Denn die Feuerwehrler sind wie die Rotkreuzler die Botschafter der Hilfe und die Musiker die Botschafter der Freude. Hilfsbereitschaft und Musik sind die Schatzkammer unserer Heimat und ein starkes Fundament.“


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06.08.2019 00:48
"Friedensbezirk" Braunau erinnert an "Friedensstaat" DDR
Auch in der DDR haben sich die Kommunisten als "Friedensstaat" definiert. Darauf habe ich ohne Erfolg versucht, Georg Wojak anzusprechen. Aber wie in einer Einparteienherrschaft war bei ihm kein Meinungsaustausch erlaubt. Es musste alles so geschehen, wie von ihm angeordnet. Der Friedensbezirk wurde nicht in einer Versammlung der 46 BürgermeisterInnen gemeinsam beschlossen, sondern durch die Aufstellung der Tafeln an den Grenzen des politischen Bezirks Braunau am Inn von ihm als Bezirkshauptmann dekretiert. Immer wieder wurde seit 2008 über die von Georg Wojak initiierten Friedenssymbole berichtet und der Bezirkshauptmann hat auch immer wieder behauptet, dass dadurch das Hitler-Image beseitigt worden wäre. Leider ist jedoch geradezu das Gegenteil der Fall! Die Stigmatisierung der Stadt Braunau am Inn hat weltweit sogar noch zugenommen. Dafür kann ich auf Wunsch eine Reihe von Belegen liefern. Der von Georg Wojak ausgerufene Friedensbezirk Braunau kann weltweit gegen das Hitler-Image auch keine Wirkung erzielen, weil es nicht einmal eine englische Übersetzung dafür gibt. Von Französisch, Russisch, Spanisch und anderen Weltsprachen gar nicht zu reden. Die Wirkung seines von oben dekretierten Projektes war immer auf seinen Bezirk und einige Nachbargemeinden beschränkt. Seine Aussage "Der Hitler hat hier maximal seine Windeln gefüllt" vom September 2012 hat jedoch seither auch überregional Aufsehen erregt und zum Negativimage der Stadt Braunau am Inn beigetragen. Der Bezirkshauptmann wurde wegen seines unüberlegten Sagers immer wieder als "unsensibel" bezeichnet.