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PEILSTEIN/LEMBACH. Die Region Donau-Böhmerwald nimmt einmal mehr eine österreichweite Vorreiter-Rolle ein: Sie ist Testregion für das Projekt CC-ACT, das Gemeinden bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützen will. Peilstein und Lembach machen aktiv mit und erhalten durch den Begleitprozess handfeste lokale Antworten und Lösungen.
 

Extreme Wetterereignisse, wie Starkregen, Trockenheit oder Hitze treten häufiger auf - eine Folge des Klimawandels, auf den sich Gemeinden einstellen müssen. Foto: Wodicka

Das Umweltbundesamt will mit der Initiative, die unter anderem von der englischen Universität Oxford und der Universität für Bodenkultur (BOKU) begleitet wird, ein Handbuch erstellen, das sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Gemeinden orientiert. Die Methoden werden in zwei Testregionen angewendet - in der Region Donau-Böhmerwald sowie in Römerland-Carnuntum in Niederösterreich.

Gewinnerregion Mühlviertel?

In jeder Region sind die Auswirkungen des Klimawandels anders sichtbar und spürbar. „Das Mühlviertel gehört vermutlich eher zu den Gewinnern des globalen Temperaturanstiegs. Eine Studie der BOKU zeigt etwa, dass der Weinbau bei uns leichter möglich wird, auch die Winterkälte wird nicht mehr so extrem sein“, sagt dazu Markus Altenhofer von der Klima- und Energiemodellregion. Das Projekt soll handfeste Lösungen und Ergebnisse bringen, mit denen sich die Gemeinden auf den Klimawandel einstellen können. „Die Möglichkeiten dazu sind sehr unterschiedlich, weil eben auch der Klimawandel sich in jeder Region anders auswirkt“, spricht Altenhofer vorausschauende Planung durch die Flächenwidmung an, um Hochwasserschäden zu minimieren, Wildbachverbauungen, Beschattungen bis hin zu großen Hochwasser-Schutzprojekten.

Eine Erde ist zu wenig

Für Markus Altenhofer ist klar, dass solche Schritte notwendig sind. „In den letzten Jahrzehnten ist die klimawandelbedingte Entwicklung sehr schnell gegangen. Der Welterschöpfungstag wird immer früher, mittlerweile bräuchten wir mehrere Erden.“ Mit dem einjährigen Begleitprozess werden für die jeweilige Gemeinde passende Schritte zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels gesetzt. Zudem geht es auch darum, die Ideen in den Gemeinden selbst zu erheben und in das Handbuch einfließen zu lassen.

Weichen richtig stellen

Peilstein  hat sich neben Lembach zur Teilnahme an dem Projekt entschlossen. Peilsteins Bürgermeister Franz Lindinger, der auch Obmann der Energiegenossenschaft Donau-Böhmerwald ist, sagt dazu: „Das ist ein Thema, bei dem wir reagieren müssen. Vielleicht können wir schon jetzt anders planen, um auf die Herausforderungen in zehn oder zwanzig Jahren vorbereitet zu sein.“


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