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PEILSTEIN. Der Natur in der Kleinen Mühl hilft die Gemeinde derzeit auf die Sprünge: An zwei Stellen in Peilstein wird derzeit gebaggert und gebaut, um bei einem Pilotprojekt selten gewordenen Tieren wie der Flussperlmuschel wieder eine Chance zu geben.

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„Schon seit 2008 bemühe ich mich um die Genehmigung zur Räumung des Flusses, was aufgrund der Gewässerschutzbestimmungen gar nicht so einfach ist“, erzählt Bürgermeister Franz Lindinger. Notwendig ist das geworden, weil die Drainagen zu sind und das Flussbett durch Einspülungen zunehmend versandet. Überschwemmungen sind die Folge.

Lebensraum nicht mehr ideal

Doch nicht nur das: Weil der Fluss so seicht geworden ist, haben Bachforellen und somit auch die seltenen Flussperlmuscheln, die in Symbiose leben, immer weniger Lebensraum. Lindinger: „Ein Spezialist der BOKU (Universität für Bodenkultur, Anm. d. Red.) hat festgestellt, dass der Lebensraum für die Tierwelt in der Kleinen Mühl nicht mehr ideal ist.“

Suchen, fischen, baggern

Also macht sich die Gemeinde mit Unterstützung des Gewässerbezirkes, Natura 2000 und dem Öko-Expertenteam der Firma Blattfisch daran, im Bereich Gumpenmühle bis zur Kläranlage und im Bereich Martschlag/Exenschlag bis zur Egermühle die Kleine Mühl zu sanieren. Zuerst werden die Flussabschnitte abgefischt und nach Krebsen und Muscheln abgesucht. Der Tierbestand wird professionell dokumentiert. Danach wird das Flussbett ausgebaggert. „Das Material wird nicht gleich abtransportiert, sondern eine Weile direkt neben der Michel gelagert. So haben Tiere wie zum Beispiel Krebse, aber auch andere Kleintiere die Chance, selber wieder ins Wasser zurück zu finden.“

Sandbecken entstehen

Der erste Abschnitt wurde vor wenigen Tagen bereits geräumt. Danach werden Sandrückhaltebecken gebaut, in denen sich Sand absetzen kann und die man dann ohne vorherige Genehmigung ausräumen kann.Den Abschluss des Projektes bildet das Versetzen des Ufers mit neuen Stauden im Spätherbst diesen Jahres.Bürgermeister Franz Lindinger ist guter Dinge: „Dank der guten Zusammenarbeit mit Natura 2000, Blattfisch, der Gewässerschutzbehörde und – nicht zu vergessen – unserer Landwirte – hoffe ich darauf, dass sich die Natur an der Kleinen Mühl erholen kann. Das liegt mir sehr am Herzen.“


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