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MAUTHAUSEN/GUSEN. Auf dem Gelände der ehemaligen NS-Konzentrationslager Gusen und Mauthausen werden diese Woche interdisziplinäre Jugendworkshops abgehalten. Den Abschluss bildet am 15. Oktober um 18 Uhr eine Theaterperformance, bei der die Ergebnisse der Arbeiten präsentiert werden.

Tanzprojekt in Gusen und Mauthausen. (Foto: ERNS/Agnieszka Wanat)
Tanzprojekt in Gusen und Mauthausen. (Foto: ERNS/Agnieszka Wanat)

Das Projekt wird vom Europäischen Netzwerk Erinnerung und Solidarität und den KZ-Gedenkstätten Gusen und Mauthausen in Zusammenarbeit mit dem Haus der Erinnerung in St. Georgen an der Gusen sowie der Botschaft der Republik Polen in der Republik Österreich organisiert. Die diesjährige Auflage von „Sound in the Silence“ – einem internationalen Projekt an der Schnittstelle zwischen Kunst, Bildung und Geschichte – thematisiert die schwierige und komplexe Vergangenheit dieser Orte. Die Projektteilnehmer – Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren aus Österreich, Litauen, Polen und Rumänien – besuchen die Gedenkstätten und nehmen dort an von Pädagogen und Künstlern betreuten Aktivitäten und Workshops teil. Dabei wird der direkte Kontakt mit der Geschichte für die Jugendlichen und ihre Betreuer zu einer Quelle der künstlerischen Inspiration.

Wahrnehmungen werden im Tanz ausgedrückt

Ihre Überlegungen und Wahrnehmungen fließen in eine Theaterperformance ein, in der Klang, Wort und Bewegung eine zentrale Rolle spielen. Unterstützt werden sie dabei von dem Rapper und Produzenten Dan Wolf (USA), der Choreografin Katarina Rampackova (Slowakei), dem Performance-Künstler Sean Palmer (Großbritannien), der Vermittlerin Tatiana Krukovska (Ukraine) und den Museumspädagogen der Gedenkstätte Mauthausen. Das Ergebnis ihrer Arbeit wird am 15. Oktober um 18 Uhr im Haus der Erinnerung in Gusen zu sehen sein.

Im Anschluss an die Vorführung findet eine Gesprächsrunde statt, in der die Künstler, die Workshopleiter und die Jugendlichen über neue Methoden der Geschichtsvermittlung diskutieren.

In der Vergangenheit wurde das Projekt bereits u. a. in Danzig und Warschau sowie auf dem Gelände ehemaliger Konzentrationslager in Borne Sulinowo, in Neuengamme bei Hamburg und in Ravensbrück durchgeführt.


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