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PERG. Der Kunstraum Perg eröffnet am Samstag, 1. August, um 18 Uhr die Einzelausstellung „Schrobenhausen mon amour“ der Künstlerin Barbara Ungepflegt. Die Ausstellung setzt sich satirisch mit politischer Sprache, Lokalpatriotismus und diplomatischen Ritualen auseinander.

Der Kunstraum Perg zeigt ab 2. August 2026 die Ausstellung „Schrobenhausen mon amour“ mit Arbeiten der Künstlerin Barbara Ungepflegt. (Foto: Johanna Leitner)

Im Mittelpunkt steht das von Barbara Ungepflegt entwickelte fiktive „Ministerium für Heimatschmutz und internationale Affären“. Seit 2017 beschäftigt sich die Künstlerin mit Sprache und Ritualen offizieller Politik, insbesondere mit Städtepartnerschaften und diplomatischen Protokollen. Ihre Projekte führten sie bereits bis nach Tokio.

Mehrere Kunstaktionen

Barbara Ungepflegt ist durch mehrere Kunstaktionen bekannt geworden. So gestaltete sie 2017 mit „Airpnp – Air pause and peep“ eine Bushaltestelle als künstlerische Auseinandersetzung mit Vermietungsplattformen. 2021 sorgte sie mit der Ankündigung, die Lugner City in „Ungepflegt City“ umbenennen zu wollen, für mediale Aufmerksamkeit. 2025 präsentierte sie die performative Installation „Wiener Weinen“, bei der Tränen gesammelt wurden, um daraus Salz zu gewinnen.

Dokumentation einer performativen „Delegationsreise“

Ausgangspunkt der aktuellen Ausstellung ist die langjährige Städtepartnerschaft zwischen Perg und Schrobenhausen. Gemeinsam mit Hanna Hollmann unternahm Barbara Ungepflegt im Juli 2026 eine performative „Delegationsreise“.

Die Ausstellung dokumentiert diese Reise und zeigt ergänzend fiktive Materialien des „Ministeriums für Heimatschmutz“. Sie setzt sich mit der Rhetorik von Regionalpolitik, Sonntagsreden und Städtepartnerschaften auseinander und hinterfragt die Grenze zwischen Heimat und Inszenierung.

Die Ausstellung ist von Sonntag, 2. August, bis Samstag, 5. September 2026 im Kunstraum Perg zu sehen.


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