PERG/KENIA. Anfang der 80er ist Josef Schöberl mit seiner Frau Monika das erste Mal nach Afrika gereist. Die Menschen in Kenia hat das Ehepaar sofort in seine Herzen geschlossen. Sie zu unterstützen mit einfachen Dingen, die sie sich selbst kaum leisten können, gehörte bald zum jährlichen Urlaub mit dazu. Nach dem Tod seiner Frau stand für Josef Schöberl fest, dass er dieses Hilfsprojekt noch weiter vorantreiben wird. Tips begleitete den Perger während eines Besuches in Kenia.
Ist man einmal nach Afrika gereist, lässt einen die Liebe zu diesem Kontinent nicht mehr los. Faszinierende Landschaften mit unvergesslichen Naturschauspielen hinterlassen die wunderschönsten Bilder, für die warmherzige Bevölkerung hat man sofort einen Platz im Herzen gefunden. Doch, was die meisten Menschen denen man begegnet umgibt, ist auch eine seltsame Traurigkeit. Tagtäglich kämpfen mit Armut und kaum eine Chance, etwas an der Lebenssituation zu ändern – dieses Schicksal spiegelt sich in den meisten afrikanischen Augen wieder. Aus den anfänglichen kleinen Hilfsgütertransporten im Reisegepäck wurde für Josef und Monika Schöberl schon bald ein Projekt.
Weitere Unterstützung für Schule nahe Malindi Durch einige Kontakte besuchten die Perger eines Tages eine Schule in Menjenjeni nahe Malindi. Dort wurden inzwischen bereits zwei neue Gebäude finanziert: ein zusätzliches Gebäude für Schulklassen und ein Lehrertrakt, in dem sich die Pädagogen vorbereiten können und ihre Lehrmittel aufbewahren können. Auch wir konnten uns von dieser Schule einen Eindruck machen. Der Direktor erzählt von den Problemen, die zum Alltag dazu gehören: Obwohl man versucht, für diese Kinder und Jugendlichen mit Bildung einen Grundstein für ihr Leben zu legen, schaffen es nur die wenigsten, sich später etwas aufzubauen. Was fehlt, ist eine Berufsausbildung. Nächstes Ziel für Josef Schöberl ist es daher, hier Werkräume einzurichten, damit den älteren Schülern einfache Techniken beigebracht werden können.
Hilfsgüter-Container: Schulmöbel, Rollstühle, uvm. Im vergangenen Jahr hat der pensionierte Gärtner zum ersten Mal einen Hilfsgüter-Container nach Kenia gebracht. Anfang März wurde bereits zum zweiten Mal mit dem Austeilen vieler nützlicher Waren aus Österreich begonnen. Neben Kleidung und Spielsachen konnten in Perg auch Schulmöbel, Rollstühle, Gehhilfen und viele weiteren Sachen gesammelt werden, die nun Schritt für Schritt an Bedürftige in Kenia verteilt werden. Tips war auch dabei, als Josef Schöberl zwei älteren Menschen Rollstühle übergeben hat. Die Frau ist seit ihrer Geburt gehbehindert und ist nun in der Lage, sich alleine fortzubewegen. Um solche Projekte umzusetzen, bedarf es ständiger Mühen. „Wenn ich das sehe, dann weiß ich, wofür ich das mache“, so Schöberl bewegt beim Besuch seiner kenianischen Freunde.Mehr Fotos gibt es
hier SPENDEN: Wer Josef Schöberl bei seinem Hilfsprojekt mit einer Spende unterstützen möchte, kann sich unter Tel. 0664/5488999 bei ihm melden. Die Sammlung für den nächsten Container-Transport hat bereits begonnen. Wer etwas zu dieser Lieferung nach Kenia beitragen möchte, kann jederzeit mit Schöberl Kontakt aufnehmen.
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