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BEZIRK PERG. Rund um den Schulbeginn wurde auch der Lehrermangel in Oberösterreich immer lauter. Wie das im Bezirk Perg aussieht, hat Schulqualitätsmangerin Notburga Astleitner im Tips-Gespräch verraten.
 

644 Lehrerinnen gibt es im Bezirk, aber nur 126 Lehrer. Foto: HQuality/Shutterstock.com
644 Lehrerinnen gibt es im Bezirk, aber nur 126 Lehrer. Foto: HQuality/Shutterstock.com

Tips:Gibt es auch im Bezirk Perg einen Lehrermangel?

Astleitner: Wir sind seit Wochen dabei, alle Schulen mit entsprechendem Lehrpersonal zu versorgen. Gott sei Dank können aus heutiger Sicht alle frei werdenden Lehrerstellen im Pflichtschulbereich besetzt werden. Derzeit unterrichten 770 Lehrer in den Pflichtschulen im Bezirk Perg.

Tips:Fehlen die Lehrer in einem bestimmten Schultyp oder in bestimmten Fächern?

Astleitner: Momentan sind besonders Kollegen mit Erstfächern wie Deutsch oder Englisch in den Schulen sehr gefragt. Auch Lehrer mit der Ausbildung in Physik, Chemie, Bewegung und Sport beziehungsweise Musikerziehung werden besonders benötigt.

Tips:Ist an einem Mangel nur die Ausbildungsumstellung schuld oder sind heuer auch viele Lehrer in Pension gegangen?

Astleitner: Mit Schulbeginn bzw. in den nächsten Wochen gehen insgesamt 22 Kollegen in Pension. Es ist absehbar, dass sich die Pensionierungen in den nächsten Jahren erhöhen werden.

Tips:Gibt es im Bezirk Perg mehr weibliche als männliche Lehrkräfte?

Astleitner: 644 Kolleginnen stehen 126 Kollegen im Pflichtschulbereich gegenüber. Diese Zahlen sprechen für sich. Es ist eine gesellschaftliche und politische Notwendigkeit, mehr Männer für pädagogische Berufe zu begeistern.

Tips:Müssen immer noch mehr Schüler für ein Lehramtsstudium begeistert werden oder gibt es jährlich genug Studenten, um in Zukunft alle Stellen zu besetzen?

Astleitner: Lehrer bzw. Padagöge ist eines der schönsten Betätigungsfelder, die man haben kann, weil man die Zukunft der Kinder und somit die Zukunft allgemein mitgestaltet. Der Beruf bringt aber auch Herausforderungen mit sich, die immer mehr werden. Daher wird es dringend notwendig sein, junge Menschen zunehmend für diese Aufgabe zu motivieren.


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