Sommerakademie vom Roten Kreuz heuer unter besonderen Bedingungen im Poly Perg
PERG. Um den Rettungsdienst des Roten Kreuzes langfristig reibungslos aufrecht zu erhalten, braucht es Menschen mit großem persönlichem Engagement und umfangreichem fachlichem Wissen.

Sind Interessenten dazu bereit, die breit aufgefächerte Ausbildung zum Rettungssanitäter zu absolvieren, stehen ihnen zahlreiche praktische Einheiten und Theorie-Stunden bevor. Diese Theorie kann dann entweder berufsbegleitend – über mehrere Wochenenden hinweg – oder geblockt immer in den ersten Ferienwochen im Juli absolviert werden - in der sogenannten Sommerakademie. Die Inhalte, der Stundenaufwand und die Zielsetzungen dieser beiden Ausbildungswege sind die gleichen. Die diesjährige Sommerakademie ist aber trotzdem ganz anders. Denn aufgrund der verstärkten Schutz- und Hygienemaßnahmen müssen auch im Rahmen dieser Ausbildung neue Wege bestritten werden.
Sommerakademie ist heuer herausfordernd
„Da wir in unseren Lehrsälen nicht die notwendigen Sicherheitsabstände für die Teilnehmer sicherstellen konnten, mussten wir uns zuerst einmal auf die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten begeben. Diese fanden wir glücklicherweise sehr nahe, nämlich in der Polytechnischen Schule in Perg,“ erläutert Ausbildungsverantwortlicher Marc Hofer den Start der diesjährigen Aufwendungen. „Für uns war es selbstverständlich, dass wir in der heurigen Ausnahmesituation nach dem Schulbetrieb einen Teil unserer Räumlichkeiten dem Roten Kreuz zur Verfügung stellen,“ betont Ludmilla Lumesberger, Direktorin vom Poly Perg. „Ganz besonders freut es mich, dass ich unter den Auszubildenden ein paar ehemalige Schüler erkannt habe, welche sich zukünftig als Rettungssanitäter engagieren wollen.“
Danach ging es daran, den Lehrplan – insbesondere die praktischen Übungen – so anzupassen, dass die angehenden Rettungssanitäter keinem erhöhtem Risiko ausgesetzt werden. Schließlich war dann die logistische Abwicklung noch eine ganz besondere Herausforderung. „Die letzten Jahre hatten wir alle notwendigen Geräte, Unterlagen usw. ja direkt im Haus. Heuer musste alles Nötige zur Ausbildungsstätte transportiert werden,“ so Marc Hofer weiter.
Systemrelevante Ausbildung
Das Rote Kreuz nimmt diese Neuorganisation aber gerne in Kauf. Geht es doch darum, innerhalb kurzer Zeit neue Rettungssanitäter gut auszubilden. „Diese Ausbildung ist für das Rote Kreuz systemrelevant und kann daher nicht ohne Weiteres verschoben oder gar abgesagt werden,“ streicht Marc Hofer die Wichtigkeit der Sommerakademie hervor. Besonders erfreut zeigt er sich auch über das rege Interesse an der geblockten Ausbildungsform und das Engagement, welches die auszubildenden Rettungssanitäter aktuell an den Tag legen.


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