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LANGENSTEIN. Als Unterkunft für geflüchtete Menschen hat das ehemalige Gasthaus Bindreiter in Langenstein eine lange Tradition. Mit Jahresende wird es nun geschlossen.

Monika Weilguni setzt sich weiter für geflüchtete Menschen ein. (Foto: Jakob Foissner)
Monika Weilguni setzt sich weiter für geflüchtete Menschen ein. (Foto: Jakob Foissner)

Waren es in den 80er Jahren Menschen aus Polen, so suchten während des Bosnienkrieges Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien in Langenstein Schutz und Zuflucht. Seit dem Jahr 2004 ist es ein Wohnprojekt der Volkshilfe für Asylwerber. Per Ende Oktober 2020 sind zwölf Erwachsene und zwei Kinder in Langenstein untergebracht. „In all den Jahren ist viel geschehen: Über positive Asylbescheide haben wir uns gemeinsam mit den Bewohner gefreut, zynisch formulierte negative Bescheide schmerzten, traurige und unverständliche Abschiebungen mussten wir mitansehen. Besonders bitter erlebten wir in aussichtslosen Situationen die Weiterflucht in andere europäische Länder. In seltenen Fällen mussten wir in Konflikten zwischen Asylwerbern oder mit Einheimischen vermitteln“, wie Monika Weilguni, stellvertretende Vorsitzende des Vereins „für mich und du“, betont. „Aufgrund der nunmehr aktuellen Flüchtlingssituation sind in Oberösterreich etwa 1.000 Quartierplätze frei und werden auch in absehbarer Zeit aufgrund der politischen Maßnahmen nicht nachbelegt. Daher werden in ganz Oberösterreich Quartiere geschlossen. Asylsuchende, die noch in Langenstein sind, werden in umliegende Quartiere verlegt. Auf die Bedürfnisse der einzelnen Personen wird weitestgehend Rücksicht genommen“, teilt Ekber Gercek, Abteilungs-Leitung Volkshilfe Asylwerber-Betreuung, mit.

„Dass das Haus nun geschlossen wird, löst bei uns Unverständnis und Ohnmacht aus. Dennoch setzen wir uns unermüdlich für die Aufnahme einer überschaubaren Zahl von geflüchteten Menschen ein. Denn: Wir haben Platz!“, so Weilguni abschließend.


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