Fünftes Menschenrechtesymposium trotz der Pandemie ein voller Erfolg
ST. GEORGEN AN DER GUSEN. Es war durchaus herausfordernd, in Zeiten der Pandemie das fünfte Internationale Menschenrechtesymposium durchzuführen. Die Veranstalter dürfen sich über 40 Events mit bisher 1.200 Besucher bei den Veranstaltungen vor Ort und 500 Zugriffen bei den Livestreams freuen.

„Inhaltlich war es extrem interessant, sich mit dem Thema Zwangsarbeit in der NS-Zeit und neuen Formen der Sklaverei zu beschäftigen“, wie Bewusstseinsregion-Geschäftsführerin Andrea Wahl resümiert. Die zahlreichen Inputs von LEFÖ, der Interventionsstelle für Betroffene des Menschenhandels, Sei so frei Oberösterreich, dem Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, UNDOC, der Anlaufstelle für undokumentierte Arbeit, Europäischer Grundrechtsagentur, MEN VIA, Betroffene von Gewalt in Gerichtsverfahren hat aufgezeigt, dass moderne Formen der Sklaverei mitten in Europa und auch mitten in Österreich stattfinden. 1,2 Millionen Menschen leben unter sklavenähnlichen Arbeits- und Lebensbedingungen in Europa.
Ausbeutung ist ein Problem auf der ganzen Welt
Gerade auch in Pandemiezeiten haben sich in bestimmten Bereichen besondere Probleme herausgestellt. Dabei handelt es sich vor allem um die Bereiche von Dienstleistungen in privaten Haushalten, in der Landwirtschaft, in prekären Arbeitsverhältnissen in Betrieben und in der 24 Stunden-Betreuung von älteren Menschen. „Es ist natürlich auch ein globales Problem. Solange T-Shirts in Österreich um fünf Euro verkauft werden, kann man sich vorstellen, wie viel ein Arbeiter verdient“, so Wahl.


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