Musiker aus dem Bezirk Perg ließen ukrainische Nationalhymne erklingen
PERG. Am Sonntag kamen über 60 Musiker aus dem ganzen Bezirk zusammen, um den in der Bezirkssporthalle untergebrachten Geflüchteten aus der Ukraine spontan ein Konzert zu geben. Ihr Ziel: Freude und Zuversicht schenken.

Initiator dieses spontanen Konzertes war Thomas Asanger, Kapellmeister der Stadtkapelle Perg und stellvertretender Landeskapellmeister: „Meine Frau hat zufällig eine ukrainische Familie kennengelernt. Die Menschen haben erzählt, dass sie von Perg bisher nur den Interspar gesehen haben. Da hab ich mir gedacht, wir müssen unbedingt ein bisschen Schwung in diese trostlose Zeit bringen. Ich hab wortwörtlich über Nacht einige Freunde angeheuert und in kurzer Zeit waren viele Musiker bei dieser positiven Sache mit an Bord. An diesem Beispiel sieht man einmal mehr, wie gut die Musiker im Bezirk vernetzt sind.“
Ukrainische Nationalhymne als emotionalen Höhepunkt
Musiker aus Allerheiligen, Perg, Arbing, Klam, Mauthausen, Saxen, St. Georgen am Walde, Naarn, Windhaag, Waldhausen, St. Nikola und Ried haben sich zu einem Orchester formiert. Auch aus St. Pantaleon und St. Georgen an der Klaus (Niederösterreich) haben Musiker mitgewirkt. Dargeboten wurden zunächst einige Traditionsmärsche. In ukrainischer Schrift waren „Willkommens“-Schilder zu sehen. Emotionaler Höhepunkt war sicher die Aufführung der ukrainischen Nationalhymne. „Mit dieser symbolischen Geste hat sich wieder einmal gezeigt, dass Musik eine universelle Sprache ist, die jeder versteht und die auch imstande ist, selbst in traurigen Zeiten Zuversicht zu verbreiten“, ist sich Thomas Asanger sicher.


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