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RIED/RIEDMARK. Das Wetter war perfekt. Die Stimmung ebenso. „Heute trifft man einmal ganz Ried“, lautete der meistgehörte Satz beim großen Fest anlässlich der ersten urkundlichen Erwähnung der heutigen Marktgemeinde vor 1.200 Jahren sowie zwei weiterer Jubiläen der Zirkinger Marienkirche. Der ganze Ort war auf den Beinen und die Freude über das gelungene Fest groß.

Historische Kostümierung anlässlich 1.200 Jahre Ried/Riedmark (Foto: Gerlinde Riegler-Aspelmayr)
  1 / 22   Historische Kostümierung anlässlich 1.200 Jahre Ried/Riedmark (Foto: Gerlinde Riegler-Aspelmayr)

Schon am Freitag waren Delegationen aus Gemeinden und Städten, die den Namen Ried tragen, aus ganz Österreich, Deutschland und der Schweiz ins Mühlviertel angereist, um am Samstag beim „Rieder Treffen“ dabei zu sein. Zwei von ihnen waren Marcel Klemm und Bernd Sauer aus Ried bei Kerzers in der Schweiz. Gemeinsam mit 20 weiteren „Schweizer Riedern“ feierten sie mit den „Mühlviertler Riedern“ die drei runden Jubiläen. „Ein tolles Fest ist das hier! Da kann man den Riedern nur gratulieren“, waren sich die beiden einig.

„Kaiser-Wetter war das I-Tüpferl“

Zum Gelingen des Festes hatten Gemeinde, Pfarre sowie alle Vereine und Institutionen beigetragen. Das gute Zusammenwirken aller Beteiligten freute besonders Organisator Ernst Fürst, bei dem alle Fäden zusammengelaufen waren: „Die Freude, dass alles so gut geklappt hat, ist groß. Das Kaiserwetter war dann noch das I-Tüpferl.“

Aus dem Händeschütteln kam auch Bürgermeister Christian Tauschek nicht mehr heraus. „Es freut mich riesig, dass so viele Menschen gekommen sind“, sagte er.

Einen strahlenden Gesichtsausdruck hatte auch Pfarrer Engelbert Leitner. Gemeinsam mit Probst Johann Holzinger vom Stift St. Florian hatte er die Festmesse gefeiert. Der geschichtsinteressierte Rieder Pfarrer war es auch gewesen, der vor vielen Jahren die Urkunde aus dem Jahr 823, in der der Ort Ried (damals noch Reode genannt) zum ersten Mal erwähnt wurde, im Münchner Hauptstaatsarchiv entdeckt und eine Kopie davon in seine Heimatgemeinde gebracht hatte. Das wertvolle Original liegt heute noch bestens verwahrt in München.

Gut besucht wurden auch die zahlreichen Ausstellungen, die die Pfarre, der Rieder Kulturverein sowie weitere Vereine zusammengestellt hatten.

Unter den Festgästen waren auch zahlreiche Besucher aus anderen Gemeinden sowie die ehemaligen beiden Landeshauptmann-Stellvertreter Erich Haider und Franz Hiesl.

Zahlreiche Attraktionen (z. B. Korn-Drescher oder ein historischer Löschangriff der Rieder Feuerwehren) sorgten für Abwechslung und Unterhaltung. Am Nachmittag heizten die Partykrocher die Stimmung nochmals an.


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